BIT plant neue Strategien zur Förderung von Open Source
Die gegenwärtige Webseite(öffnet im neuen Fenster) des Kompetenzzentrums Open-Source-Software soll komplett überarbeitet werden. Ziel ist es vor allem, Behörden ein Diskussionspodium zu bieten, über das ein Erfahrungsaustausch möglich wird. Die neue Webseite soll auf dem diesjährigen Linuxtag präsentiert werden, der zwischen dem 9. und 12. Juni 2010 in Berlin stattfindet.
Zudem plant das CC OSS eine eigene Distribution, die auf Linux basiert. Damit sollen Behörden die Möglichkeit bekommen, ein Open-Source-Betriebssystem samt enthaltener Software unverbindlich zu testen. Die Distribution, die vermutlich auf Debian basiert, ist für das dritte Quartal 2010 geplant.
Die Förderung von Open-Source-Software in der Bundesverwaltung ist Teil des IT-Investitionsprogramms, das im Rahmen des "Gesetzes für die Beschäftigung und Stabilität in Deutschland" beschlossen worden war. Das CC OSS ist im Bundesverwaltungsamt eingegliedert, genauer in der Bundesstelle für Informationstechnik.
In einem ersten Schritt soll geprüft werden, inwieweit freie Software als Ersatz für bestehende proprietäre Software eingesetzt werden kann, etwa das Büropaket Openoffice.org oder die Bildbearbeitung Gimp. Ist der flächendeckende Ersatz möglich, soll auch über den Einsatz eines quelloffenen Betriebssystems beraten werden.