Filmbranche erreicht endgültiges Verbot des Rippers RealDVD

Neuer Realnetworks-Chef bittet Hollywood um freundschaftliche Zusammenarbeit

Das Filmkopierprogramm RealDVD wird endgültig eingestellt. Der neue Chef von Realnetworks hat einen Vergleich mit der Filmindustrie geschlossen und zahlt 4,5 Millionen US-Dollar.

Artikel veröffentlicht am ,
Filmbranche erreicht endgültiges Verbot des Rippers RealDVD

Realnetworks hat den Rechtsstreit mit der Filmindustrie um den DVD-Ripper RealDVD endgültig verloren. Der Verkauf des Produktes wird nicht nur eingestellt, der Streaming-Media-Anbieter muss zusätzlich 4,5 Millionen US-Dollar für Rechtsanwaltskosten an die Filmindustrie zahlen. Das ergab ein Vergleich mit sechs Hollywood-Filmstudios, Viacom, der Branchenorganisation DVD Copy Control Association und Realnetworks. Einen Dienst für DVD-Cover und Filminformation für die Kunden von RealDVD stellt das Unternehmen ebenfalls ein.

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Den circa 2.700 Kunden von RealDVD, die das Programm vor dem Verkaufsverbot für 30 US-Dollar erworben hatten, erstattet der Hersteller den Preis. Ähnlich wie AnyDVD, DVDFab, Handbrake oder MacTheRipper ermöglichte RealDVD das Rippen von Filmen auf einen Datenspeicher, wo sie jedoch sofort wieder mit einem neuen Kopierschutz versehen werden. Realnetworks verfügt über eine Lizenz für die DVD-Verschlüsselung CSS (Content Scramble System), die seit langem geknackt ist. Die Filmindustrie hatte im August 2009 vor Gericht einen Verkaufsstopp erstritten.

Realnetworks betonte nach dem Vergleich die Gemeinsamkeiten mit den Hollywoodstudios. "Wir freuen uns, diesen Rechtsstreit hinter uns lassen zu können", sagte Bob Kimball, der amtierender Vorstandsvorsitzender von Realnetworks ist. "Bis zu diesem Streitfall hat Real immer produktiv mit Hollywood zusammengearbeitet. Mit dieser Lösung der Rechtsstreitigkeiten, so hoffe ich, finden wir Möglichkeiten, um Real-Technologie zu nutzen, um die großartigen Produkte Hollywoods zu den Verbrauchern zu bringen."

US-Richterin Marilyn Hall Patel hatte schon im August 2009 im Sinne der klagenden MPAA geurteilt, die RealDVD als Werkzeug zum Diebstahl von Film-DVDs bezeichnet hatte. Laut Bundesgesetz sei es illegal, Hilfsmittel zur Herstellung von Filmkopien für Konsumenten in Umlauf zu bringen, begründete Patel, die bereits im Prozess gegen die ursprüngliche Napster-Plattform im Sinne der Unterhaltungsindustrie geurteilt hatte. Realnetworks zieht seinen Widerspruch gegen diesen Entscheid zurück.

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Captain 06. Mär 2010

die da wäre?

Vincent2k 04. Mär 2010

In Deutschland ist grundsätzlich alles erlaubt, was durch die Gesetzgebung nicht...

ichunddumueller... 04. Mär 2010

Nun die Idee ist zumindest nicht ganz so verkehrt. Wenn ich mir den Müll anschaue der...

micha6270 04. Mär 2010

OK, diese Diskussion ist eigentlich hinfällig, aber dennoch: Wo ist der finanzielle...



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