NIA kommt zurück: Gaming mit dem Hirnstromstirnband

OCZ-Technik wird von BCInet weiterentwickelt

Das von OCZ Technology entwickelte Gedankenstrom-Eingabestirnband NIA für Gamer kommt wieder - in verbesserter Form. Allerdings von einem Unternehmen, an dem OCZ nur noch beteiligt ist.

Artikel veröffentlicht am ,
NIA kommt zurück: Gaming mit dem Hirnstromstirnband

NIA (Neural Impulse Actuator) ist weiterhin das Lieblingsprojekt von OCZs Technikentwicklungs-Vizechef Michael Schütte. Das Stirnband soll Biofeedback-Signale von Hirnwellen sowie Gesichts- und Augenbewegungen nutzen, um damit in Spielen Bewegungen und Aktionen auszuführen.

Nachdem Schütte die Technik 2008 auf der Cebit präsentiert, sich Duelle mit Profigamern geliefert und OCZ eine geringe Zahl der NIA-Stirnbänder verkauft hatte, war es ruhig um das Projekt geworden. In der Zwischenzeit hat sich jedoch einiges getan; so wurde NIA in ein eigenes Unternehmen namens BCInet ausgelagert, an dem OCZ nur zu 30 Prozent beteiligt ist. Beteiligt ist auch Gigafin Networks, das eher im Bereich Netzwerk-Überwachung arbeitet und mit Brain-Computer-Interfaces (BCI) eigentlich nichts zu tun hat.

In einem Zimmer am Stand von OCZ Technology (Halle 17, E64) auf der Cebit 2010 zeigte Schütte Golem.de die aktuelle, handgefertigte Version des NIA. Das Stirnband verfügt nun über drei Silberchloridsensoren, die deutlich zuverlässiger arbeiten sollen als die beim alten Modell eingesetzten Elektroden. Das soll die größte Verbesserung einbringen, wenn es um das Erkennen von Hirnströmen geht.

Außerdem wurde die Platine in dem Kästchen verändert, mit dem das Stirnband über USB an den PC angeschlossen wird. Es wurde ein Kondensator entfernt, der eigentlich als einer der Filter gegen Störungen dienen sollte, aber das Gegenteil bewirkte. Das soll sich allerdings im Vergleich zum Sensortausch nur unbedeutend ausgewirkt haben.

Neues NIA in den Startlöchern

In ein bis zwei Wochen werden laut Schütte die letzten Bugs in der Software beseitigt sein. Sie wird zu der alten NIA-Hardware kompatibel bleiben. Bis Ende März 2010 soll das neue NIA-Produkt dann spätestens stehen - und die Sensoren deutlich kleiner sein als beim aktuellen Prototypen. Der Preis soll bei unter 100 Euro liegen.

Für die Entwicklung einer drahtlose Variante fehlt noch das Geld, es werden also noch Investoren für das Projekt gesucht. Schütte versucht auch, weitere Anwendungsbereiche zu erschließen und präsentierte kurz eine Möglichkeit zur Texteingabe. Das wirkte noch unausgereift, weil kein vollständiges, fehlerfreies Wort zustande kam. Diese Anwendung könnte aber in Zukunft Behinderten helfen.

Den großen Durchbruch hat NIA bisher nicht geschafft, beim Vorgänger überwog die Skepsis. Schütte setzt die neue Software dagegen, die nun sowohl Nichtspieler als auch Gamer mit einem Tutorial Stück für Stück an die ungewöhnliche Steuerung gewöhnen soll - und freut sich über Spiele wie das Actionadventure Batman Arkham Asylum, die auf eine kontextsensitive Steuerung bauen und damit nicht zu jeder Zeit alle verschiedenen Handlungsoptionen bieten. Das soll der Steuerung mit NIA zuträglich sein.

BCInet muss nun beweisen, dass sich die Technik in beliebigen Spielen einsetzen lässt und das Gefühl vermittelt, wirklich in jeder Sekunde bewusst für die Steuerung der Spielfigur verantwortlich zu sein.

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DM 05. Mär 2010

Acronym Over Load? http://www.rrr.de/~kathinka/akronyme.htm

leser123456789 04. Mär 2010

Jawoll, in Verbindung mit dem Bundestrojaner hätte unsere allgegenwärtige Regierung dann...

elcherix 04. Mär 2010

Ich denke das eine Entwicklung in diese Richtung. wahrscheinlich vorläufig erstmal nichts...

DarthMerkel 03. Mär 2010

Das findest Du wohl unfair, was, da kannst Du schon wieder nicht mitspielen, gell.... scnr



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