Die Gesundheitskarte kommt - durch die Hintertür

Erst einmal aber will man die Strukturen dahinter aufbauen. "Wir haben uns darauf verständigt, dass wir eine Telematikinfrastruktur für Deutschland brauchen, die den sicheren und praxistauglichen Datenaustausch im Bedarfsfall unterstützt", heißt es bei Rösler. Dabei ginge es nicht um das Ob, sondern nur um das Wie. "Es geht um eine bessere Versorgung der Menschen und um die Finanzierbarkeit unseres Gesundheitssystems."

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Wirtschaftsminister Brüderle bescheinigte der Idee großes Potenzial, alle Akteure im Gesundheitssystem zu vernetzen. Sinn sei es, dass mittels Informationstechnologie "stets die richtigen Gesundheitsdaten des Patienten zur richtigen Zeit am richtigen Ort für den behandelnden Arzt oder Pflegepersonal zur Verfügung stehen, um eine optimale Behandlung des Patienten zu gewährleisten". Das klingt verdächtig nach Gesundheitskarte.

Dass eben diese dabei eine zentrale Rolle spielt, machte die Rede von Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer deutlich. Er sprach davon, dass etwa Risikopatienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes von der Telemedizin profitieren könnten. "Die dargestellten Praxisbeispiele beinhalten unter anderem Beispiele für den Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte und des Heilberufeausweises, der elektronischen Patienten- und Gesundheitsakte, der elektronischen Fallakte, der Point-of-Care Diagnostik und der mobilen beziehungsweise stationären Pflege sowie weiterer Prozesse der Gesundheitsversorgung." Also doch. Und Scheer legte nach: Mittlerweile existierten ausgereifte Produkte, die aber bisher vor allem in Pilotversuchen eingesetzt würden. "Hier besteht Handlungsbedarf auch für die Politik, die den Einsatz dieser Technologien als Alternative zur stationären Behandlung aktiv fördern sollte."

Während die Worte der Minister noch Zurückhaltung andeuteten, wird im Grußwort von Messevorstand Ernst Raue klar, dass man die Karte schnell um weitere Funktionen erweitern möchte: "Auch bei der IT-Infrastruktur, Stichwort elektronische Gesundheitskarte, deutet sich nach einer durch den Regierungswechsel bedingten Bestandsaufnahme mit der jetzt geplanten Fokussierung auf das Online-Update der Versichertendaten, auf den elektronischen Arztbrief und auf die elektronischen Notfalldaten neue Dynamik an."

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Die Ärzte hatten gefordert, dass die Nutzung der Karte auf Freiwilligkeit beruhen müsse. Ihnen müssten zudem die Kosten vergütet werden, wenn ihnen kein nachweisbarer ökonomischer Nutzen durch die technische Neuerung entstehe. Die Versicherten hat danach bislang noch keiner gefragt. Kritiker gehen bereits davon aus, dass Krankenkassen die Teilnahme mit Bonusprogrammen verknüpfen könnten. Dann wäre die Karte zwar tatsächlich freiwillig, aber wer auf sie verzichtet, müsste dafür indirekt höhere Versicherungskosten hinnehmen. [Von Tina Klopp, Zeit Online]

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March 04. Mär 2010

Wi ist das Problem kein Patient ist verpflichtet die Daten zu speichern.Im Gegenteil...

ruedi 04. Mär 2010

Also ich weiss nicht ob wir noch eine Demokratie sind, auf jeden Fall entfernen wir uns...

flasherle 04. Mär 2010

ich weiß ja net bei welcher KV ihr seit, aber ich hab meine karte seit 8 jahren ohne...

BlaBlaBlu 04. Mär 2010

Widerspricht dieses ganze getue um die achso feine Gesundheitskarte nicht grundlegend der...



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