Call of Duty: Drei Spiele in der Entwicklung

Vince Zampella, der lange Jahre wohl wichtigste Entwickler hinter der Milliardenmarke Call of Duty , ist mit seinem Kollegen Jason West nicht mehr bei Infinity Ward: Jetzt hat auch Activision Blizzard offiziell bestätigt, dass die beiden Studiochefs von Infinity Ward den Konzern verlassen haben. Gründe nennt Activision Blizzard nicht.
US-amerikanische Medien berichten von Streitigkeiten rund um die künftige Ausrichtung der Reihe. Angeblich hat sich Infinity Ward – das vollständig zu Activision Blizzard gehört – im Jahr 2008 zusichern lassen, nach Modern Warfare 2 eine neue Reihe produzieren zu dürfen. Nun habe der Publisher trotzdem ein weiteres Call of Duty verlangt. Um den Druck zu erhöhen, habe Activision Blizzard dann angeordnet, dass West und Zampella ihr mit rund 80 Entwicklern eher schlankes Team durch Entlassungen noch weiter verkleinern. Die beiden hätten sich jedoch geweigert, was zur Kündigung der Studiochefs geführt habe. Andere US-Medien berichten, dass es eher um eine höhere Gewinnbeteiligung an Modern Warfare 3 gegangen sei, wenn Infinity Ward auf das Alternativprojekt verzichtet.
Offiziell kündigt Activision Blizzard an, dass eine eigene Geschäftssparte rund um Call of Duty aufgebaut werden soll. Das Unternehmen vergleicht diesen geplanten Bereich selbst mit der Art, wie Blizzard arbeitet und strukturiert ist.
2010 soll neben weiteren Downloadinhalten für Call of Duty: Modern Warfare 2 ein bei Treyarch produziertes Call of Duty 7 auf den Markt kommen. 2011 will Activision Blizzard ebenfalls ein neues Call of Duty veröffentlichen, das wohl bei Infinity Ward entsteht. Zu einem noch unbekannten Zeitpunkt soll außerdem ein Ableger erscheinen, der nicht mehr ein klassischer Ego-Shooter, sondern ein Actionadventure sein soll. Es entsteht bei dem Ende 2009 gegründeten, vollständig zu Activision Blizzard gehörenden Entwicklerstudio Sledgehammer Games , bei dem von Electronic Arts abgeworbene Producer und Designer das Sagen haben.