Drei neue Eee PCs: Mit Alu und Ausdauer

Asus bezeichnet auf der Cebit die drei neuen Geräte als "Eee PCs der vierten Generation" , was vor allem auf das neue Innenleben mit Intels aktuellen Atom-Prozessoren zurückzuführen ist. Die Gestaltung der neuen Netbooks orientiert sich im Wesentlichen an dem im vergangenen Jahr vorgestellten Seashell-Design . Die Ausstattung der einzelnen Modelle steht nicht in jedem Fall genau fest, sie kommen auch erst Ende Mai oder Anfang Juni 2010 auf den Markt.
Nach dem ersten Nobel-Netbook Eee PC S101 ist der neue Eee PC 1018P das Flaggschiff von Asus' günstigen Atom-Mobilrechnern. Seine Oberschale inklusive der Handballenauflage ist aus Aluminium gefräst. Die Hände finden dabei auf einer gebürsteten Oberfläche Platz, die einzeln aufgehängten "Chiclet"-Tasten verschwinden in aufgerautem und mattem Aluminium. Die Rückseite des Displays und die Unterschale sind aus Kunststoff gefertigt, der aber angenehm strukturiert ist.
Erste Versuche mit dem 1018P hinterließen ein wertiges Gefühl, was auch für den Kunststoff gilt. Die Anschläge der Tasten sind präzise, besonders bei der grellen Beleuchtung einer Messehalle störte jedoch das spiegelnde Display. Zum angestrebten Nobelfaktor des Geräts passt außerdem das Schnittstelleneinerlei von Netbooks nicht: Zumindest einen vierten USB-Port oder HDMI mit Nvidias neuem Ion hätte Asus spendieren können. Stattdessen gibt es nur Intels NM10-Chipsatz, die Grafik steckt im Die des Atom-Prozessors.
Nicht festlegen wollte sich Asus zu Gerüchten, die neuen Netbooks kämen mit USB 3.0 und Gigabit-Ethernet auf den Markt. Immerhin gibt es aber schon Angaben zur Akkulaufzeit, sie soll im Mittel 6,5 Stunden betragen. Die flache Bauform wird durch einen Lithium-Polymer-Akku erreicht – den Asus erstmals in Netbooks bei S101 einsetzte -, was neben dem Aluminium den Preis nach oben treibt. Rund 380 Euro soll der Eee PC 1018P kosten.
Nicht mit dem teuren Leichtmetall versehen ist der Eee PC 1016P, mit dem Asus vor allem professionelle Anwender ansprechen will. Auch die finden inzwischen vermehrt an Netbooks Gefallen, weil sie lange Laufzeit mit geringem Gewicht vereinen, was Subnotebooks nur zu viel höheren Preisen schaffen. Die Nutzungsdauer fernab der Steckdose ist hier oft kaufentscheidend.
So soll auch das Modell 1016P im Mittel neun Stunden durchhalten, bei nur leicht reduzierter Helligkeit geht Asus aber von zehn Stunden aus, wenn nicht ständig Anwendungen laufen, die den Atom voll fordern. Dafür verbaut Asus einen 6-Zellen-Akku mit 63 Wattstunden, also die herkömmliche Bauform. Der Stromspeicher steht an der Unterseite leicht über. Rund 330 Euro soll der Eee PC 1016P kosten.
Besonders flach soll der 1015 PE für rund 380 Euro sein – er war jedoch unmittelbar nach Asus' Pressekonferenz nicht mehr auffindbar. Offenbar gibt es auf der Cebit nur ein einziges Exemplar. Mit einem 6-Zellen-Akku von nur 47 Wattstunden soll er ganze 14 Stunden durchhalten, was am Verzicht auf ein UMTS-Modem liegt. Das haben nämlich sowohl die Modelle 1018P als auch 1016P eingebaut. Die bisher bekannten Asus-Netbooks mit dem Namenszusatz "Go" sind also nicht mehr die einzigen Eee PCs mit eingebauter 3G-Anbindung.
Die schon verfügbaren Netbooks unter 300 Euro der Seashell-Serie will Asus weiterhin anbieten.



