Sparkassen wollen in Zukunft mit Surface beraten

Pilotprojekt soll in einigen Monaten starten

Mit Microsofts Surface wollen die Sparkassen in Zukunft die Beratung verbessern und vereinfachen. Der IT-Dienstleister der Sparkassen, die Finanz Informatik, arbeitet an einem entsprechenden Pilotprojekt, das sich Golem.de hat vorführen lassen.

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Sparkassen wollen in Zukunft mit Surface beraten

Die Sparkasse arbeitet am Beratungsgespräch der Zukunft. Wer eine Filiale besucht und sich über die Produkte informieren möchte, der wird irgendwann zwischen sich und dem Bankberater den Multitouch-Tisch Surface von Microsoft haben, der das Gespräch unterstützt.

 

In dem Szenario kommt der Kunde an den Tisch des Beraters, der mit einem Beratungspyramide genannten Baustein das Beratungsgespräch beginnt. Anschließend legen Berater und Kunde ihre getagten Karten auf den Tisch. Die Surface-Anwendung fragt entsprechend der Kundenkarten die Informationen des Kunden vom Server ab und zeigt visuell an, welche Finanzprodukte der Kunde schon hat und welche fehlen. Das Finanzgeschäft wird dabei auf dem Surface mit einer Unterschrift abgeschlossen und der Vertrag wird anschließend per Bluetooth an ein Handy oder per E-Mail verschickt beziehungsweise ausgedruckt.

Sparkassen-Kunden müssen sich aber noch eine Weile gedulden, bis sie mit Surface in der Filiale arbeiten können. Das Pilotprojekt soll von der Finanz Informatik, dem IT-Dienstleister für die Sparkassen, in den nächsten drei bis vier Monaten mit maximal drei Sparkassenfilialen gestartet werden. Vor allem mit Bestandskunden soll das System getestet werden. Welche Filialen das sind, wollte Andreas Welzien von der Finanz Informatik noch nicht sagen. Das Interesse der einzelnen Sparkassen sei aber schon am ersten Tag recht groß gewesen, obwohl die Anschaffung des Systems und die Schulung mit hohen Kosten verbunden sind. Der Surface-Tisch kostet etwa 13.000 Euro mit dem SDK. Derweil müssen die Entwickler am Surface-Tisch noch einige Arbeit leisten, denn bisher ist es nur ein Prototyp.

 

Nach der Auswertung der Testphase kann dann 2012 mit dem Start gerechnet werden. Vermutlich auf einer neuen Surface-Generation, die dann auch RFID-Tags der Kundenkarten auswerten kann, so zumindest der langfristige Plan. Die derzeitige Surface-Generation kann diese noch nicht auslesen und ist zudem nicht in der Lage, eine rechtsverbindliche Unterschrift aufzuzeichnen, zu der mehr gehört als nur das Abbild der Unterschrift. Unter anderem müssen die Geschwindigkeit und der Druck mit aufgezeichnet werden. Aufgrund der Unabhängigkeit der einzelnen Sparkassen muss das Produkt aber nicht jeder anbieten.

Wer sich anschauen möchte, wie die Sparkassen-Beratung der Zukunft aussieht, kann den Tisch auf der Cebit in der Halle 11 am Stand E62 besichtigen. Auch die mobilen Anwendungen werden dort gezeigt.

Nachtrag vom 3. März 2010, 12:50 Uhr:

Ein voll funktionsfähiger Prototyp könnte zwar in drei bis vier Monaten fertig sein. Tatsächlich wird im Moment aber noch geprüft, ob ein Pilotversuch stattfinden wird, sofern einzelne Sparkassen daran interessiert sind, wie ein Sprecher angab.

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ivh 13. Apr 2010

Was heißt denn, "dann sind auf einmal auch Tagesgeldkonten möglich"? Bei der Deutschen...

Der Kaiser! 05. Mär 2010

*ID-/EC-Karten ohne PIN *digitale Unterschrift nicht fälschungssicher

maha 03. Mär 2010

Ja, und die Bedingungen huschen während des Unterschreibens einfach mal so mit durch...

cartman 03. Mär 2010

oh ja, ich spüre schon die hämischen blicke: "der typ da ist bei der 08/15-bank" ^^



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