Linux-libre entfernt unfreie Komponenten aus dem Kernel

Der Linux-Kernel liefert Firmwaredateien mit, die ausschließlich im Binärformat vorliegen. Einige Hardwarekomponenten funktionieren nur, wenn diese Firmwaredateien vorhanden sind. Die Free Software Foundation kritisiert dieses Vorgehen schon seit längerem, da dies ihrer Ansicht nach nicht GPL-kompatibel ist.
Im Kernel 2.0 seien noch 143 KByte unfreier Code vorhanden gewesen. Im Kernel 2.4.19 seien es bereits 1,3 MByte gewesen. Heutige Kernel-Versionen kämen sogar mit gut 10 MByte unfreiem Code, heißt es von der FSFLA(öffnet im neuen Fenster) .
Linux-libre(öffnet im neuen Fenster) soll dieses Problem lösen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine eigenständige Kernel-Version. Vielmehr bieten die Entwickler Deblobbing-Skripte, die den Kernel von den unfreien Komponenten befreien. Für den aktuellen Kernel 2.6.33 liegen diese nun als Linux-2.6.33-libre vor. Die neue Version wurde dabei komplett neu geschrieben, um die Laufzeit des Skriptes zu reduzieren. Eine neue Version des Skriptes für ältere Kernel-Versionen soll es ebenfalls geben.
Wer das Skript nicht selbst laufen lassen will, findet veränderte Versionen des Linux-Kernels 2.6.33(öffnet im neuen Fenster) auf der Seite des Projektes.



