Telekom bringt noch 2010 mobiles Internet mit 42 MBit/s (Up)

Die Deutsche Telekom hat auf der Cebit die Erneuerung ihres UMTS-Netzes in Deutschland angekündigt. Das Modernisierungs- und Ausbauprogramm sei das bisher größte für den Bonner Konzern, hieß es.
In Kürze soll HSPA+ mit maximalen Bandbreiten von 21 MBit/s bereitgestellt werden. Im laufenden Jahr 2010 sei geplant, die Übertragungsraten auf 42 MBit/s zu steigern. Der Vermarktungsstart für einen neuen Datenstick, der HSPA+ mit 21 MBit/s unterstützt, ist für April 2010 vorgesehen. Die meisten Netzbetreiber in Deutschland sind noch bei Datenübertragungsraten von 14,4 MBit/s.
Weiter sei geplant, einen Großteil der UMTS-/HSPA-Netztechnik auszutauschen, die 3G-Flächenversorgung deutlich auszuweiten und die Anbindungsbandbreite der Basisstationen zu steigern. Damit werde zugleich eine Reduzierung des Stromverbrauchs der 3G-Standorte um rund 30 Prozent erreicht.
Auch für den Mobilfunk der 4. Generation wurde etwas Neues gezeigt. Bei ihrem LTE-Showcase schaltet die Telekom mobile Verbindungen zwischen ihrem Cebit-Stand und Sende- und Empfangseinheiten in Innsbruck sowie Bonn. Die erzielbaren Höchstgeschwindigkeiten sollen bei 100 MBit/s liegen.
Der Netzwerkausrüster Huawei ist an der Errichtung der Netzinfrastruktur beteiligt, Samsung stellt die LTE-Mobilfunkgeräte bereit. Für die HSPA+-Demonstrationen auf der Messe hat Nokia Siemens Networks die Netzinfrastruktur installiert, die Endgerätetechnik liefert Qualcomm. In Innsbruck betreibt die Telekom zusammen mit Huawei seit Sommer 2009 ein LTE-Testnetz.
Nachtrag vom 02. März 2010, 16:39 Uhr:
Die Telekom und Nokia Siemens Networks haben auf der Cebit einen HSPA+-Datenanruf mit Geschwindigkeiten von 42 MBit/s durchgeführt, der über ein standardbasiertes 3G-Netz erfolgt sein soll. Dafür wurde eine Dual Cell HSPA+-Plattform eingesetzt, die auf der kommerziellen Flexi Multiradio Base Station von NSN und USB-Modems mit Qualcomms MDM8220 Chipset aufbaut.