Spieletest: Anno - Der Hafenmeister auf dem iPhone

Blue Byte versetzt Spieler im Anno-Ableger in vier Hafenstädte

Viele Fans von Anno sind schon hunderte von Stunden durch ihre Spielwelten gesegelt. Jetzt wagt die Serie einen Ausflug auf iPhone und iPod touch: In Der Hafenmeister geht es darum, Schiffe geschickt und geschwind zu be- und entladen.

Artikel veröffentlicht am ,
Spieletest: Anno - Der Hafenmeister auf dem iPhone

Gemütlich schippert er mit seinem Boot von Hafen zu Hafen, liefert hier ein bisschen Holz ab, bringt da ein paar Gewürze vorbei - trotzdem bekommt der feine Herr Kapitän, der in Wahrheit den ganzen Tag faul in der Kajüte liegt, Ruhm und Reichtum bis Oberkante Bullauge. Und wer geht leer aus, obwohl er die eigentliche Arbeit macht? Genau: der Hafenmeister! Diesem wackeren Helden der Arbeit widmet Blue Byte das frisch veröffentlichte Anno: Der Hafenmeister, dem ersten Spiel der legendären Reihe für iPhone und iPod touch.

Mit Anno 1404 und den Vorgängern hat der Hafenmeister nichts zu tun: Statt mit seiner Fregatte die Weltmeere zu erforschen, muss der Spieler dafür sorgen, dass erstens die Docks in seinem Hafen möglichst optimal belegt werden, und dass zweitens das Be- und Entladen der Waren flott geschieht. Am oberen Bildschirmrand tauchen nach und nach die Kapitäne mit ihren jeweiligen Waren auf. Diese Symbole zieht der Spieler mit der Fingerspitze auf einen freien Ankerplatz, schon segelt der Pott heran. Dann beginnt automatisch das Entladen der Waren.

Sobald der Schiffsbauch leer ist, zeigt ein kleines Icon an, dass es nun für den Transport von Holz oder Brot bereit ist, und welche Mengen geladen werden. Der Spieler muss dafür sorgen, dass der Empfang von Waren und das Beladen der Schiffe funktioniert - und dass nicht irgendwann alle Docks mit Schiffen belegt sind, die auf Gewürze warten, die aber nicht mehr ausreichend im Lager vorhanden sind. Außerdem muss der Spieler innerhalb von Zeitlimits - meist um die zwei Minuten - so viele Warenmengen umgeschlagen haben, dass er einen vorgegebenen Mindestbetrag an Geld verdient hat.

Der Spieler ist erst im englischen Städtchen Kingsport als Hafenmeister tätig, dann im arabischen Shapur el Sheik, anschließend in einem Korsarennest und in Venedig; insgesamt gibt es 36 Einsätze. Die Bedienung funktioniert tadellos, der Einstieg ins Programm verläuft ohne große Hürden, alles ist gut erklärt. Die Grafiken sind stimmungsvoll, aber auf Dauer wenig abwechslungsreich. Musikalisch untermalt ein stimmungsvoller, orchestral wirkender Soundtrack das Geschehen.

Anno: Der Hafenmeister ist im App Store für iPhone und iPod touch erhältlich und kostet 3,99 Euro. Der Download schlägt mit 46 MByte zu Buche.

Fazit

Wer an Anno vor allem das gemütliche Endlosspiel liebt, der ist als Hafenmeister schnell überfordert: Der Job verlangt in erster Linie gute Übersicht und die Fähigkeit, sehr schnell Entscheidungen treffen zu können. Auf der Habenseite verbucht das Programm ein interessantes Spielprinzip, viel Atmosphäre und eine Bedienung, die perfekt funktioniert. Negativ schlägt vor allem zu Buche, dass es zu wenig Abwechslung gibt. Schon nach einer halben Stunde passiert nichts Neues mehr, Ermüdungserscheinungen stellen sich ein. Unter dem Strich spricht wenig gegen kurze Hafenabstecher - auch dank des gerade noch akzeptablen Preises.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Zbox Pico PI430AJ
Flotter Mini-PC mit Solid-State-Kühlung

Die fast lautlosen Kühler von Frore Systems funktionieren gut. Mehr Leistung auf so kleinem Raum ist kaum möglich. Eine ARM-CPU wäre aber spannend.
Ein Test von Martin Böckmann

Zbox Pico PI430AJ: Flotter Mini-PC mit Solid-State-Kühlung
Artikel
  1. Kernfusion: US-Fusionslabor erreicht konsistent Zündungen
    Kernfusion
    US-Fusionslabor erreicht konsistent Zündungen

    Vor einem Jahr gelang der US-Forschungseinrichtung NIF ein wichtiger Fortschritt bei der Kernfusion. Der wurde inzwischen mehrfach wiederholt.

  2. Groups: Google stellt Usenet-Support ein
    Groups
    Google stellt Usenet-Support ein

    Das Usenet wird laut Google von File-Sharing und Spam dominiert. Nach mehr als 20 Jahren ist deshalb Schluss in Google Groups.

  3. Energiewende: Deutsche Stromnetze im Dornröschenschlaf
    Energiewende
    Deutsche Stromnetze im Dornröschenschlaf

    IT ist der Game Changer der Energiewende - nur nicht in Deutschland.
    Eine Analyse von Gerd Mischler

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /