In Deutschland verkaufen nur wenige Unternehmen übers Netz

Nur circa 11 Prozent aller Unternehmen in Deutschland haben 2008 ihre Produkte oder Dienstleistungen auch über das Internet verkauft. Nach jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamtes stagniert die Beteiligung der Unternehmen am E-Commerce damit rein zahlenmäßig seit Jahren auf etwa gleichbleibendem Niveau. Zugleich stieg der im Internet generierte Umsatz deutlich an: So erzielten die online aktiven Unternehmen bereits 35 Prozent ihres Gesamtumsatzes. Im Jahr 2004 lag dieser Anteil noch bei 27 Prozent.
Die Gründe, warum Betriebe offline bleiben, sind unterschiedlich. 50 Prozent der Firmen gaben zur Begründung an, dass sich ihre Produkte oder Dienstleistungen nicht für den Onlineverkauf eigneten. 33 Prozent der Unternehmen meinen, dass ihre Kunden Onlineshops nicht nutzten würden. Dieser Anteil ist seit 2004 jedoch um 5 Prozentpunkte gesunken.
23 Prozent der Unternehmen bekamen die technischen Schwierigkeiten bei der Einführung des elektronischen Handels nicht in den Griff und verfügen deswegen nicht über einen Internetshop. Weitere Hinderungsgründe waren für 17 Prozent Sprachschwierigkeiten beim internationalen Verkauf über das Internet. Nur 7 Prozent gaben nachteilige Erfahrungen mit Onlineverkäufen in der Vergangenheit als Barriere für den E-Commerce an.
Aktuellere Zahlen hatte der Bundesverband des Deutschen Versandhandels vorgelegt. Diese Branche erzielte 2009 bereits 53,3 Prozent ihres Umsatzes über das Internet. Der Onlineumsatz mit Waren legte damit stärker als erwartet zu und wuchs um rund 16 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro.