Firefox mit Hardwarebeschleunigung

Im November 2009 kündigte Mozilla-Entwickler Bas Schouten an, Firefox mit Direct2D-Unterstützung versehen zu wollen, ähnlich wie es Microsoft für den Internet Explorer 9 angekündigt hat. Damit kann der Browser auf die Beschleunigungsfunktionen moderner GPUs über die mit Windows 7 eingeführten Schnittstellen zugreifen.
Microsofts Direct2D(öffnet im neuen Fenster) wird von Windows 7, dem Windows Server 2008 R2 sowie Windows Vista und Windows Server 2008 mit Platform Update unterstützt. Das 2D- und Vektor-API löst GDI/GDI+ ab und nutzt die Beschleunigungsfunktionen moderner Grafikkarten aus, um die Darstellung zu beschleunigen, was bei der Darstellung von Vektorgrafik einen erheblichen Leistungsschub verspricht.
Mit dem Internet Explorer 9 soll Microsofts Browser Direct2D für ein beschleunigtes Rendern von Webseiten nutzen. Microsoft verspricht dadurch weichere Animationen und die Steigerung der Framerate. Auch Mozilla will diese Vorteile nutzen und hat Firefox dazu um Direct2D-Unterstützung erweitert. Noch bevor Microsoft eine erste öffentliche Testversion des IE veröffentlicht hat, wurde der entsprechende Code jetzt in den aktuellen Entwicklungszweig von Firefox eingefügt. Die Nightly-Builds genannten Entwicklerversionen des Browsers können somit nun Direct2D nutzen.
Damit der Browser Direct2D nutzt, muss die entsprechende Funktion in der Firefox-Konfiguration about:config aktiviert werden. Dafür ist die Einstellung gfx.font_rendering.directwrite.enabled auf "true" zu setzen und die Einstellung mozilla.widget.render-mode mit dem Wert 6 hinzuzufügen, wie Mozilla-Mitarbeiter Asa Dotzler erläutert(öffnet im neuen Fenster) . Die entsprechenden Nightly Builds finden sich unter ftp.mozilla.org(öffnet im neuen Fenster) zum Download. Allerdings bereiten einige Erweiterungen derzeit noch Probleme bei aktiviertem Direct2D-Rendering.