Telekom zahlt trotz Gewinneinbruch hohe Dividende

Massive Abschreibung auf griechische OTE belastet das vierte Quartal

Die Telekom hat im vierten Quartal eine weitere hohe Abschreibung auf das Auslandsgeschäft verbucht, was die Bilanzen für 2009 stark belastete. Dennoch schüttet der Bonner Konzern eine hohe Dividende aus und garantiert eine Mindestdividende über die nächsten drei Jahre, die die Telekom circa 10 Milliarden Euro kostet.

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Telekom zahlt trotz Gewinneinbruch hohe Dividende

Die Deutsche Telekom hat 2009 massive Abschreibungen vorgenommen, was zu einem Gewinneinbruch geführt hat. Der Konzernüberschuss ging 2009 um 76,2 Prozent auf 353 Millionen Euro zurück. Zur bereits bekannten Wertminderung auf die britische Mobilfunktochter T-Mobile UK in Höhe von 1,8 Milliarden Euro kam im vierten Quartal eine Abschreibung von 500 Millionen Euro auf die griechische OTE hinzu. Der Umsatz stieg aber um 4,8 Prozent auf 64,6 Milliarden Euro.

Damit wurden die Analystenprognosen klar verfehlt, die einen Konzernüberschuss von 1,03 Milliarden Euro und einen Umsatz von 64,8 Milliarden Euro Umsatz berechnet hatten. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen EBITDA stieg jedoch um 10,5 Prozent auf 19,9 Milliarden Euro.

Im vierten Quartal 2009 erzielte die Telekom einen Verlust von 3 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um 0,6 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro. Das EBITDA kletterte um 26,2 Prozent auf 4,54 Milliarden Euro. "Nach einem holprigen Start haben wir das Jahr 2009 mit guten Ergebnissen abgeschlossen", erklärte Konzernchef René Obermann.

Die Dividende für 2009 wird die Telekom stabil auf 0,78 Euro je Aktie halten. In den nächsten drei Jahren soll es erstmals eine Mindestdividende von 0,70 Euro pro Wertpapier geben. In dem Dreijahreszeitraum schüttet die Telekom damit circa 10 Milliarden Euro an die Aktionäre aus. Das wird den Großaktionär Blackstone freuen, der 4,4 Prozent an dem Unternehmen hält, circa 25 Prozent liegen beim deutschen Staat, 70 Prozent sind in Streubesitz. 2010 erwartet die Telekom ein gleichbleibendes EBITDA von 20 Milliarden Euro.

Beim Mobilfunkgeschäft in Deutschland wuchs der Umsatz im Gesamtjahr 2009 um 0,5 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA stagnierte, im vierten Quartal legte es dagegen um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Ein wichtiges Wachstumsfeld waren die mobilen Datenumsätze, die 2009 um 46 Prozent auf fast eine Milliarde Euro zulegten.

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Fido 25. Feb 2010

Da siehst du, wo bei großen Firmen heute die Prioritäten liegen. Die Großaktionäre und...

gewinneinbruch 25. Feb 2010

Da war doch diese Firma, die Internetbeteiligungen verkauft hatte und dann riesige...

Schadenfreude 25. Feb 2010

meine institutionellen Kumpels würden die ins bodenlosen gefallenen Aktien der...

Geldadel 25. Feb 2010

Obermann verdient den größten Respekt. Durch ihn erhalten wir Aktionäre eine halbwegs...



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