Huron River: Intels Plattform für die nächste Architektur
Auf Intels langfristigen Roadmaps ist die CPU-Architektur 'Sandy Bridge' schon seit Jahren verzeichnet, sie stellt das erste vollständig neue Design nach der Nehalem-Architektur dar, auf der heute die Serien Core i3/5/7 basieren. Unter anderem ist damit wieder eine Befehlssatzerweiterung vorgesehen, die bisher den Namen AVX trägt. Nach früheren unbestätigten Berichten sollen die Sandy Bridges in den aktuellen Sockel 1156 passen.
Wenig bekannt war bisher zu den Änderungen an der Plattform, die mit Sandy Bridge einhergehen. Der Name Huron River geistert seit einigen Tagen durch die Gerüchteküchen, was sich dahinter verbirgt, hat Digitimes nun zusammengefasst(öffnet im neuen Fenster). Benannt ist die Plattform offenbar nach dem gleichnamigen Fluss(öffnet im neuen Fenster), der sich durch die US-Bundesstaaten Michigan und Ohio zieht. Der Name verweist auch auf die Wyandot(öffnet im neuen Fenster), eine Konföderation mehrerer Stämme von US-amerikanischen Ureinwohnern. In den USA ist die Vereinigung noch immer als "Hurons" bekannt, weil sie zu Beginn der europäischen Einwanderung nach dem französischen "huré" (borstig) für die traditionelle Frisur der Wyandot benannt wurden.
Laut Digitimes besteht Intels Huron River aus einer neuen Chipsatzserie, welche die Nummer 6 vorangestellt bekommt. Sie folgen damit der aktuellen Serie 5 für die Core-i-Prozessoren. "Cougar Point" soll der Ein-Chip-Chipsatz heißen, für die neue Notebookplattform ergänzen ihn die Funkmodule "Rainbow Peak" und "Taylor Peak". Die Prozessoren "Sandy Bridge" sollen wie bisher als Dual- und Quad-Core mit 32 Nanometern Strukturbreite erscheinen.
An neuen Standards soll die Plattform wenig zu bieten haben. Der Grafikkern "Ironlake" soll DirectX 10.1 beherrschen, dann also eineinhalb Jahre nach den ersten DirectX-11-Karten noch immer nicht Microsofts aktuelle 3D-Schnittstelle. SATA mit 6 GBit/s beherrscht der Chipsatz laut Digitimes jedoch, erstaunlicherweise aber nicht USB 3.0. Schon für die Abwesenheit dieser neuen Schnittstelle in den 5er Chipsätzen musste sich Intel viel Kritik gefallen lassen. Dass Intel allerdings über ein Jahr nach den ersten USB-3.0-Geräten den selbst maßgeblich entwickelten Standard immer noch links liegen lässt, ist unwahrscheinlich.
Bis zum nächsten Plattformwechsel will Intel laut dem Bericht die aktuellen Serien weiter pflegen. Ein Core i5 680 soll im zweiten Quartal 2010 erscheinen, mit zwei Kernen und nominal 3,6 GHz. Er dürfte der erste Intel-Prozessor sein, der mittels Turbo-Boost ohne Übertaktung die 4-GHz-Grenze serienmäßig knackt.
Danach sollen schnellere Modelle der Serie Core i7 800 folgen, für die die Digitimes aber noch keinen Takt angibt. Ebenfalls im dritten Quartal kommt dann laut dem taiwanischen Branchenmedium der Core i7 970 mit sechs Kernen als günstigere Version des ersten 6-Kerners Core i7 980X, der vermutlich auf der Cebit 2010 vorgestellt wird. Preise und Takte gibt Digitimes für diese Prozessoren nicht an.
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