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Spieletest: Heavy Rain - Psychothriller zum Mitmachen

Spieletest: Heavy Rain - Psychothriller zum Mitmachen

Was Heavy Rain auf inhaltlicher Ebene perfekt macht, lässt es dafür spielerisch vermissen: Dem Titel fehlen Tiefgang und Herausforderung. Der Spieler ist meist dazu verdammt, im richtigen Moment die richtige Taste zu drücken. Das kann manchmal spannend sein; etwa, wenn in einem Kampf schnell aufeinanderfolgend mal die X-Taste wieder und wieder gedrückt, dann der Stick in die richtige Richtung gehalten werden muss, um das Gerangel für sich zu entscheiden. In manch anderer Situation wirkt das aber nur aufgesetzt: zwei Tasten gedrückt halten, um Einkaufstüten zu schleppen, das Pad schütteln, um Fruchtfleisch in der Orangensaftverpackung aufzuwirbeln, oder den Controller rauf und runter bewegen, um sich mit einem Handtuch nach dem Duschen trocken zu rubbeln? Hier vermittelt Heavy Rain den Eindruck, als hätten die Entwickler krampfhaft versucht, dem Spieler irgendwas zu tun zu geben, damit er nicht nur der Story zuschaut.

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Komplett linear ist Heavy Rain zwar nicht - je nachdem, wie schnell in bestimmten Situationen die eigenen Reaktionen sind, können sie für den Spieler positiv oder negativ verlaufen. Wer zu spät reagiert, riskiert etwa das Ableben von Charakteren oder gelangt nicht in den Besitz wichtiger Hinweise. Allerdings sind das immer nur Abweichungen vom Hauptstrang, in Sackgassen geraten die Ermittlungen in Heavy Rain nie.

Die gelungene Technik sorgt für zusätzliche Intensität und Glaubwürdigkeit: Schauplätze und Charaktere sind detailliert und wunderbar in Szene gesetzt, die Animationen flüssig und realistisch. Allerdings mit Abstrichen: Kleinere Grafikfehler gibt es ebenso wie ein paar Ruckler. Etwas zwiespältig ist auch die deutsche Sprachausgabe ausgefallen. Nicht alle Figuren haben wirklich passende Stimmen bekommen. Da wirkt die englischsprachige Version im direkten Vergleich deutlich professioneller.

Heavy Rain ist exklusiv für Playstation 3 ab dem 26. Februar 2010 erhältlich und kostet etwa 60 Euro. Das Spiel hat eine USK-Freigabe ab 16 Jahren erhalten.

Fazit

Inhaltlich oscarreif, spielerisch mangelhaft: Heavy Rain dürfte die PS3-Gemeinde spalten. Erfahrene Spieler werden vor allem mangelnde Einflussmöglichkeiten und sich ständig wiederholende Knopfdrückorgien kritisieren. Einen Bogen um Heavy Rain sollte trotzdem niemand machen - zu gut ist die Inszenierung, zu spannend die Story. Der Titel ist eher interaktiver Spielfilm denn wirkliches Videospiel; vor allem Einsteiger und Anhänger spannender Handlungen werden das den französischen Entwicklern von Quantic Dream aber bestimmt nicht als Kritik auslegen.

 Spieletest: Heavy Rain - Psychothriller zum Mitmachen

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spanther 08. Mär 2010

Sorry aber das ist einfach nicht wahr! Ich spiele heute noch ab und zu Super Nintendo...

Daveatweb 01. Mär 2010

Zitat: "In manch anderer Situation wirkt das aber nur aufgesetzt: zwei Tasten gedrückt...

HierAuch 01. Mär 2010

Ebenfalls am Freitag gekauft gegen 21 Uhr mit 3 Freunden angefangen und bis kurz vor Drei...

E. Zimmermann 27. Feb 2010

Sieht vor allem wie üblich viel schlechter aus, als in den Previews: http://cache.gawker...

darumwarum2 27. Feb 2010

hab auch die demo gezogen und mal angespielt, danach sofort das spiel vorbestellt und...



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