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Telekom-Strategie 2.0 - Obermanns Plänen fehlt der Biss

Milliarden investieren, ohne an den Umsätzen beteiligt zu sein

Das Problem der Telekom besteht darin, dass die Kunden zwar immer mehr Datendienste wie Apps auf dem Handy oder Videos auf Youtube nutzen, der Konzern selbst daran aber kaum etwas verdient. Zwar kann er seinen Kunden größere Datenpakete verkaufen, doch die Preise dafür sind unter Druck. Die Dienste selbst bieten andere an und heimsen entsprechend auch den Kaufpreis dafür oder die Werbung damit ein.

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Damit ihre Kunden die neuen Dienste nutzen können, muss die Telekom sogar Milliarden in den Ausbau ihrer Netze investieren - ohne dass sie an den folgenden Umsätzen beteiligt wäre.

Obermann hat in der Vergangenheit immer wieder erklärt, dass er an den Ausbau der Netze glaubt. Im Mobilfunk werden in den kommenden Monaten in den meisten Ländern Europas neue Frequenzen versteigert, mit denen sich die Kapazität deutlich erhöhen und die nächste technische Generation der mobilen Datenübertragung bauen lässt.

Für das Festnetz hat die Bundesregierung eine bessere Versorgung der Bevölkerung mit schnellen Netzen gefordert. Dabei geht es zunächst um den weiteren Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes VDSL, das die Telekom in 50 deutschen Städten gebaut hat.

Netze der Kabelanbieter schneller als das der Telekom

Experten halten es auch für denkbar, dass der Konzern künftig noch einen Schritt weitergeht und schnelle Glasfaserkabel bis in die Häuser legt, im Fachjargon Fibre to the Home, FTTH. Damit könnte er die Kabelanbieter in Schach halten, die inzwischen auch Telefon- und Internetanschluss anbieten. Ihre Kabel reichen bereits heute bis in die Wohnzimmer und sind damit schneller als die Leitungen der Telekom.

Ein solcher Netzausbau bis ins Haus würde allerdings viele Milliarden Euro kosten - und ist damit zunächst keine gute Nachricht für die Kapitalmärkte. "Die Telekom hat die Wahl zwischen Pest und Cholera", sagt ein Analyst. "Entweder sie schont ihren Free Cash-Flow und lässt die Kabelkonzerne erstarken, oder sie investiert massiv und riskiert ihre Barmittel." Morgen legt die Telekom ihre Jahreszahlen für 2009 vor und gibt dabei möglicherweise einen Ausblick auf die geplanten Investitionen.

Kein Schub für T-Aktie

Die vermeintliche Volksaktie dümpelt unter zehn Euro. Analysten machen für das schlechte Abschneiden unter anderem eine fehlende Wachstumsfantasie und mangelnde Orientierung in Bezug auf die langfristigen Ziele des Konzerns verantwortlich. Abhilfe hatten sie sich von der neuen "Strategie 2.0" erhofft, die Obermann Mitte März der Öffentlichkeit vorstellen will. Doch das geheim gehaltene Fünf-Punkte-Papier bleibt nach Informationen des Handelsblatts die Antworten schuldig. [von Sandra Louven / Handelsblatt]

 Telekom-Strategie 2.0 - Obermanns Plänen fehlt der Biss
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Youssarian 27. Feb 2010

Bzw. die ganze "Load-Familie", dazu gehören dann noch Softwareload und Videoload...

Youssarian 24. Feb 2010

Was soll das denn sein? ... Okay, gefunden. Zum Mumble-Client habe ich auch eine nette...

Youssarian 24. Feb 2010

Zitat daraus: | Susan Telscher, oberste Marktbeobachterin der UN-Organisation...

Youssarian 24. Feb 2010

Die Telekom beschäftigt im Vergleich zum Wettbewerb immer noch "zuviele" Mitarbeiter...

strategie 24. Feb 2010

Und solche Leute leiten Fonds... . Na super. Oder die Darstellung ist von dpa/reuters...


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