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Vertrauliche Daten in Tauschbörsen

FTC findet personenbezogene Daten in P2P-Börsen. Offensichtlich über falsch konfigurierte Peer-to-Peer-Software sind Daten von knapp 100 US-Unternehmen, Schulen und Behörden in Tauschbörsen gelangt. Die Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission warnt, die personenbezogenen Daten könnten für Identitätsdiebstahl genutzt werden.
/ Werner Pluta
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Datenleck in den USA: In Peer-to-Peer-Tauschbörsen (P2P) sind Daten über Kunden und Angestellte von knapp hundert Organisationen aufgetaucht. Darunter sind auch vertrauliche Daten. Die US-Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat die Betroffenen informiert.

Zu den Daten gehörten Gesundheits- und Finanzdaten, Führerschein- und Sozialversicherungsnummern – also alles Daten, die für Identitätsdiebstahl genutzt werden könnten, sagte FTC-Leiter Jon Leibowitz.

Daten versehentlich exponiert

Die FTC geht davon aus, dass nicht Eindringlinge die Daten gestohlen haben, sondern dass sie den Nutzern der P2P-Börsen versehentlich zugänglich gemacht wurden. Das passiert, wenn die entsprechende Software falsch konfiguriert ist. Dann erhalten die Nutzer Zugriff auf alle Verzeichnisse auf einem Computer. Unternehmen sollten deshalb streng darauf achten, welche P2P-Software sie zulassen und dass sie richtig konfiguriert ist, warnte Leibowitz.

Betroffen waren laut FTC unterschiedliche Organisationen: Lokalbehörden und Schulen ebenso wie Kleinunternehmen mit einer Handvoll Mitarbeitern und Großunternehmen. Die FTC hat sie über die Datenfunde unterrichtet und aufgefordert, ihre Systeme so zu konfigurieren, dass das künftig nicht mehr vorkommt. Außerdem rief sie die Unternehmen auf, zu prüfen, wessen Daten in den Börsen kursierten und die Betroffenen darüber in Kenntnis zu setzen.


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