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Spieletest: The Misadventures of P.B. Winterbottom

Denkspiel mit ungewöhlicher Atmosphäre auf Xbox Live Arcade veröffentlicht. Grafik in Schwarz-Weiß, Klaviergeklimper als Hintergrundmusik, eine Hauptfigur mit Kuchenhunger und Zeitreisefähigkeiten: Mit The Misadventures of P.B. Winterbottom hat Take 2 auf Xbox Live Arcade ein ungewöhnliches Knobelspiel veröffentlicht.
/ Peter Steinlechner
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Herr Winterbottom liebt Kuchen – darum geht es in The Misadventures of P.B. Winterbottom, das Take 2 auf Xbox Live Arcade veröffentlicht hat. Das Knobelspiel bricht fröhlich einen Großteil gängiger Konventionen: Statt bunter Effekte gibt es eine bewusst angestaubt wirkende Grafik in Schwarz-Weiß – und die Hauptfigur ist kein muskelbepackter Haudrauf, sondern ein griesgrämiger älterer Herr, der als Kuchendieb unterwegs ist und einen reichlich merkwürdigen Namen trägt.

Winterbottom soll in fünf an Filme angelehnten Welten und in fünf Bonuslevels Kuchen sammeln – mal nur einen, mal ein paar Dutzend. Um an die Leckereien zu gelangen, kann er springen, schweben, zuschlagen und Schalter betätigen. Vor allem aber kann er Klone von sich selbst erschaffen: Solange der Spieler die rechte Triggertaste hält, zeichnet das Programm seine Aktionen auf und spielt sie dann wie ein Makro immer wieder ab. Beispielsweise drückt ein geklonter Winterbottom immer wieder den Schalter eines Sprungbretts, das den echten Winterbottom zu einem Kuchen katapultiert.

The Misadventures of P.B. Winterbottom ist zum Preis von 800 MS-Punkten (rund 10 Euro) auf Xbox Live Arcade erhältlich; der Download schlägt mit rund 285 MByte zu Buche. Das Programm wurde von der USK ohne Beschränkungen freigegeben.

Fazit

Wer Filme von Tim Burton mag, dem dürfte auch die Grafik von The Misadventures of P.B. Winterbottom gefallen. Schade, dass nicht mehr Spiele erscheinen, die so stilvoll und ungewöhnlich in Szene gesetzt sind. Auch inhaltlich überzeugt die Jagd nach dem Kuchen: Das Spielkonzept wirkt dank der als Zeitreise verpackten Makrofunktion frisch, es gibt viel Abwechslung, stapelweise nette Ideen und die Steuerung geht perfekt von der Hand. Einziges Manko ist der Schwierigkeitsgrad in späteren Levels – da wird auch bei trainierten Denksportlern gelegentlich Frust aufkommen.


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