Abo
  • IT-Karriere:

Elektronische Nase erkennt Kaffee am Duft

Farbchip erkennt Kaffeesorten und Rösteigenschaften

Kaffeehersteller werben gern damit, wie viele Röstaromen ihre Produkte haben. Chemiker aus den USA haben einen einfachen Sensor entwickelt, der zehn Kaffeesorten am Geruch erkennt und bestimmen kann, wie lange und wie heiß die Bohnen geröstet wurden.

Artikel veröffentlicht am ,

Ein Team von Chemikern um Kenneth Suslick an der Universität des US-Bundesstaates Illinois in Urbana-Champaign hat eine elektronische Nase entwickelt, die zehn verschiedene, im Handel erhältliche Kaffeesorten erkennen kann.

Farben als Indikatoren

Stellenmarkt
  1. S. Siedle & Söhne Telefon- und Telegrafenwerke OHG, Furtwangen im Schwarzwald
  2. EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe

Die elektronische Nase besteht aus einem etwa ein Zentimeter großen Polymerträger, auf dem sich eine Matrix mit 36 chemischen Indikatoren befindet. Dabei handelt es sich beispielsweise um pH-Indikatoren oder um Metalloporphyrine, eine Klasse von farbigen Pigmenten, zu denen beispielsweise der Pflanzenfarbstoff Chlorophyll und der Blutfarbstoff Hämoglobin gehören.

Um den Kaffee zu analysieren, wird die elektronische Nase dem Kaffeedampf ausgesetzt. Die Indikatoren reagieren auf einzelne Aromastoffe und färben sich. Jede Kaffeesorte erzeugt dabei ein charakteristisches Muster. So konnten die Forscher bestimmte Sorten der Kette Starbuck's oder der Marke Folger treffsicher erkennen.

Wie wurde die Bohne geröstet?

Doch der Sensor erkennt nicht nur Kaffeesorten. Er könne auch ziemlich genau feststellen, wie lange und mit welcher Temperatur die Bohnen geröstet wurden, schreiben die Forscher um Suslick in einem Aufsatz in der aktuellen Ausgabe der US-Fachzeitschrift Analytical Chemistry, die von der Fachgesellschaft American Chemical Society (ACS) herausgegeben wird. Die Auswirkungen von Temperatur und Dauer ließen sich bis auf zehn Grad und fünf Minuten genau bestimmen.

Die Analyse von Mischungen, die aus einer Vielzahl von Zutaten bestehe, sei schwierig, vor allem dann, wenn es sich um sehr ähnliche Mischungen handele, schreiben die Wissenschaftler. Die Analyse des Kaffeedufts ist eine gute Möglichkeit, ein solches System zu testen: Er besteht aus rund 1.000 verschiedenen Substanzen, die sich durch die Röstdauer und -temperatur ändern.

Sensor für Süßstoff

Suslick und seine Kollegen arbeiten schon länger an solchen kolorimetrischen Sensoren: Vor etwa einem halben Jahr stellte Suslick auf dem Jahrestreffen der ACS einen vergleichbaren Sensor vor. Der bestand aus 16 Indikatoren, die auf süße Substanzen reagieren und so bestimmte Süßstoffe erkennen.

Solche künstlichen Nasen eignen für die verschiedensten Anwendungen: Der von Suslick entwickelte Sensor kann für die Qualitätsprüfung von Kaffee genutzt werden. Denkbar sind elektronische Nasen, die Sprengstoffe oder Umweltgifte aufspüren. Die von den Chemikern aus Illinois entwickelten Sensoren haben den Vorteil, dass sie einfach und günstig herzustellen sind.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 529,00€ (zzgl. Versand)

fdsa 22. Feb 2010

Losniffus?

mr. bohne 22. Feb 2010

wow, das ist wirklich ausgesprochen ungenau.

Q17 22. Feb 2010

Bei dem was Chinesen kosten kann man auch Wegwerfware nehmen und die alle 2h austauschen...

Elektronische Nase 22. Feb 2010

Für Urin-Tests gibts auch schon Mehrfachstreifen. Das haben die also jetzt...


Folgen Sie uns
       


Ikea-Symfonisk-Lautsprecher im Test

Wir haben Ikeas erste beiden Symfonisk-Lautsprecher getestet. Sie sind vollständig Sonos-kompatibel und können mit anderen Sonos-Lautsprechern verbunden werden. Klanglich liefern sie gute Ergebnisse und das zu einem niedrigeren Preis als die Modelle von Sonos direkt.

Ikea-Symfonisk-Lautsprecher im Test Video aufrufen
Smarte Wecker im Test: Unter den Blinden ist der Einäugige König
Smarte Wecker im Test
Unter den Blinden ist der Einäugige König

Einen guten smarten Wecker zu bauen, ist offenbar gar nicht so einfach. Bei Amazons Echo Show 5 und Lenovos Smart Clock fehlen uns viele Basisfunktionen. Dafür ist einer der beiden ein besonders preisgünstiges und leistungsfähiges smartes Display.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Nest Hub im Test Google vermasselt es 1A

Hyundai Kona Elektro: Der Ausdauerläufer
Hyundai Kona Elektro
Der Ausdauerläufer

Der Hyundai Kona Elektro begeistert mit Energieeffizienz, Genauigkeit bei der Reichweitenberechnung und umfangreicher technischer Ausstattung. Nur in Sachen Emotionalität und Temperament könnte er etwas nachlegen.
Ein Praxistest von Dirk Kunde

  1. Carver Elektro-Kabinenroller als Dreirad mit Neigetechnik
  2. Elektroauto Neuer Chevrolet Bolt fährt 34 km weiter
  3. Elektroauto Porsches Elektroauto Taycan im 24-Stunden-Dauertest

Schienenverkehr: Die Bahn hat wieder eine Vision
Schienenverkehr
Die Bahn hat wieder eine Vision

Alle halbe Stunde von einer Stadt in die andere, keine langen Umsteigezeiten zur Regionalbahn mehr: Das verspricht der Deutschlandtakt der Deutschen Bahn. Zu schön, um wahr zu werden?
Eine Analyse von Caspar Schwietering

  1. DB Navigator Deutsche Bahn lädt iOS-Nutzer in Betaphase ein
  2. One Fiber EWE will Bahn mit bundesweitem Glasfasernetz ausstatten
  3. VVS S-Bahn-Netz der Region Stuttgart bietet vollständig WLAN

    •  /