Abo
  • Services:

Geheimdienst will Google-Angreifer in China gefunden haben

IT-Experte war Helfer wider Willen

Ein chinesischer IT-Experte soll den Code verfasst haben, der bei dem Angriff auf Google China und andere Firmen verwandt wurde. Das haben US-Ermittler an die Presse durchsickern lassen. Teile des Codes soll er zuvor in einem Crackerforum gepostet haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Geheimdienst will Google-Angreifer in China gefunden haben

US-Sicherheitsexperten wollen den chinesischen Programmierer identifiziert haben, der für die Angriffe auf Google und andere westliche Unternehmen mitverantwortlich sein soll. Das berichtet die britische Financial Times unter Berufung auf einen IT-Sicherheitsexperten, der für die US-Regierung arbeitet.

Stellenmarkt
  1. Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
  2. Bosch Gruppe, Salzgitter

Ein etwa 30-jähriger chinesischer IT-Sicherheitsberater soll den Code geschrieben und Teile davon in einem Crackerforum veröffentlicht haben. Die chinesische Regierung verfüge über Zugangsmöglichkeiten zu seinen Arbeiten, berichtet die Zeitung offenbar aus Geheimdienstkreisen. Der Experte arbeite nicht ständig für seine Regierung und beteilige sich nur widerwillig an Angriffen auf IT-Systeme. Er sei persönlich auch nicht an den Aktionen gegen Google beteiligt gewesen. "Er würde lieber ohne Militärs im Rücken arbeiten, doch jemand mit seinen Fähigkeiten hat keine Chance, da herauszukommen", sagte der US-Sicherheitsexperte zu der Financial Times.

Mitte Dezember 2009 hatte Google aufwendige und sehr zielgerichtete Angriffe auf seine Infrastruktur festgestellt, deren Ursprung in China gelegen haben sollen. Ziel der Angriffe war es, Zugriff auf die Google-Mail-Konten chinesischer Menschenrechtsaktivisten zu erhalten und offenbar auch Code von Googles Suchtechnologie zu stehlen.

Die Angreifer nutzten ein offenes Sicherheitsloch im Internet Explorer, das mittels Javascript zum Ausführen von Schadcode missbraucht werden konnte. Nach Erkenntnissen der Sicherheitsspezialisten von McAfee war nicht nur Google Opfer dieser Sicherheitslücke. Auch eine Reihe weiterer IT-Unternehmen, darunter Yahoo, Symantec, Adobe, Northrop Grumman sowie Dow Chemical, sollen betroffen gewesen sein. McAfee fasste die Angriffe unter den Namen Aurora zusammen, denn dieser Begriff taucht als Verzeichnisname bei allen Attacken auf. Hochrangige Mitarbeiter in den Unternehmen seien gezielt ausgewählt worden, um ihnen aus vermeintlich vertraulichen Quellen Links zuzuschicken. Mit dem Öffnen der Links im Internet Explorer wurde Schadcode auf die betreffenden Systeme geladen, Backdoors wurden geöffnet. Im zweiten Schritt wurde dann weiterer Code aus dem Internet nachgeladen, um die Systeme unter Kontrolle zu bringen.

Google hatte nach den Angriffen angekündigt, eine Schließung seines Geschäftsbetriebs in China zu prüfen und die Zensurauflagen des Landes in seiner Internetsuche nicht länger befolgen zu wollen. Die Drohungen hat Google bis heute aber nicht wahr gemacht. Um die Angriffe aufzuklären, wollte der Internetkonzern nach einem Bericht der Washington Post mit dem US-Geheimdienst NSA (National Security Agency) zusammenarbeiten. Die NSA habe dafür auch Hilfe des FBI und des Heimatschutzministeriums angefordert.

Die Geheimdienste gaben Informationen an die New York Times, nach denen die Angriffe von der chinesischen Eliteuniversität Schanghai Jiaotong und der Berufsschule Lanxiang aus ausgeführt worden sind. Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua brachte einen Bericht, in dem die Berufsschule dies dementierte.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 164,90€ + Versand
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. 75,90€ + Versand

Nameless 13. Mär 2010

Persönliche Angriffe sagen aber auch einiges aus... Wenn du dich schon so gut mit US...

antares 24. Feb 2010

Lol. du glaubst aber, dass china dann nur noch ein riesieger tiefer krater wäre? Die USA...

werkzeugkasten 22. Feb 2010

Solche Ergebnisse gehören dem, der es bezahlt. Also dem Steuerzahler-Volk. Lest endlich...

dau am werk 22. Feb 2010

Holländer decken Lücken in den überall verwendeten Chipkarten auf. Hersteller schickt...


Folgen Sie uns
       


Android 9 - Test

Wir haben das neue Android 9 getestet.

Android 9 - Test Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren Ford will lieber langsam sein
  2. Navya Mainz testet autonomen Bus am Rheinufer
  3. Drive-by-wire Schaeffler kauft Lenktechnik für autonomes Fahren

Matebook X Pro im Test: Huaweis zweites Notebook ist klasse
Matebook X Pro im Test
Huaweis zweites Notebook ist klasse

Mit dem Matebook X Pro veröffentlicht Huawei sein zweites Ultrabook. Das schlanke Gerät überzeugt durch ein gutes Display, flotte Hardware samt dedizierter Grafikeinheit, clevere Kühlung und sinnvolle Anschlüsse. Nur die eigenwillig positionierte Webcam halten wir für fragwürdig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Android Huawei stellt zwei neue Tablets mit 10-Zoll-Displays vor
  2. Smartphones Huawei will Ende 2019 Nummer 1 werden
  3. Handelskrieg Huawei-Chef kritisiert Rückständigkeit in den USA

Disenchantment angeschaut: Fantasy-Kurzweil vom Simpsons-Schöpfer
Disenchantment angeschaut
Fantasy-Kurzweil vom Simpsons-Schöpfer

Mit den Simpsons ist er selbst Kult geworden, und Nachfolger Futurama hat nicht nur Sci-Fi-Nerds mit einem Auge für verschlüsselte Gags im Bildhintergrund begeistert. Bei Netflix folgt nun Matt Groenings Cartoonserie Disenchantment, die uns trotz liebenswerter Hauptfiguren in Märchenkulissen allerdings nicht ganz zu verzaubern weiß.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Streaming Wachstum beim Pay-TV dank Netflix und Amazon
  2. Videostreaming Netflix soll am Fernseher übersichtlicher werden
  3. Quartalsbericht Netflix verfehlt eigene Prognosen um 1 Million Neukunden

    •  /