Microsoft-Entwickler stellt Lex-Linus infrage

Security Programm Manager bei Microsoft kritisiert Many-Eyeballs-Argument

Shawn Hernan, Security Programm Manager bei Microsoft, stellt die von Eric S. Raymond postulierte These, das Mehr-Augen-Prinzip mache alle Programmierfehler sichtbar, in einem Blogeintrag infrage. Raymond bezeichnet seine These als "Linus' Law".

Artikel veröffentlicht am ,

Hernan argumentiert in seinem Blogeintrag, dass Raymond in seiner These die Behauptung aufstelle, quelloffene Software sei prinzipiell sicherer als proprietäre, da der Programmcode allen zur Revision offensteht. Er postuliert, dass der Quellcode zwar von vielen eingesehen werden kann, er aber der Meinung sei, dass er nicht eingesehen wird.

Inhalt:
  1. Microsoft-Entwickler stellt Lex-Linus infrage
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Bugs in einem Code zu entdecken sei auch nur der erste Schritt. Den entdeckten Fehler danach zu korrigieren, sei weitaus schwieriger, so Hernan. Als Beispiel zieht Hernan die Arbeit der Sardonix-Projekts hinzu. Das im Jahre 2001 gegründete und von der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) finanziell unterstützte Projekt sollte das Mehr-Augen-Prinzip in Form einer Webseite nutzbar machen und gleichzeitig dokumentieren.

Schon 2002 beklagte Crispin Cowan, der das Projekt initiierte, dass niemand den dort bereitgestellten Code inspiziere, es sei eine langweilige und mühselige Arbeit, die niemand machen möchte. Bis zur Aufgabe des Projekts 2004 hätten nur Studenten der Universität Berkeley, die von ihrem Professor für das Projekt abgestellt wurden, Fehler im Code entdeckt und repariert. Hernan zitiert den inzwischen ebenfalls bei Microsoft angestellten Cowan: "Man muss Menschen dafür bezahlen, um Code zu inspizieren, genauso wie es Microsoft tut."

Mehr Augen bei Microsoft

Hernan behauptet, dass bei Microsoft weitaus mehr Augen auf Code sehen als in der Open-Source-Gemeinde, darunter auch professionelle Programmierer und eine starke Exekutive. Zusätzlich lanciere der Konzern auch verschiedene Projekte, über die der Code auch an externe Programmierer zur Revision weitergegeben wird. Hernan gesteht aber ein, dass bei großen Open-Source-Projekten wie dem Linux-Kernel oder dem Apache-Projekt, das Prinzip der Code-Revision durch viele Mitarbeiter durchaus funktioniere. Dass auch zahlreiche große Firmen mit aktiver IT-Struktur und professionellen Mitarbeitern Open-Source-Projekte einsetzen und ihrerseits den verwendeten Code betreuen, bleibt allerdings unerwähnt.

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Microsoft-Entwickler stellt Lex-Linus infrage 
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Nameless 21. Mär 2010

Von Microsoft gelobt zu werden, dass man das Thema Sicherheit genauso ernst nehme wie...

spanther 19. Feb 2010

DAS ist der typische DAU! xD

Satan 18. Feb 2010

Wenn ich in KDE nen nervigen fehler finde, melde ich ihn. Ganz einfach.

chef-entwickler 18. Feb 2010

Poldi ist jung und leistet. in 20 Jahren nimmst Du ihn aber nicht mehr zur WM. Junge...



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