Saarländer erforschen sich selbst reparierende Software
Am Lehrstuhl für Softwaretechnik(öffnet im neuen Fenster) in Saarbrücken entsteht derzeit das System Pachika. Der Name erinnert zwar an "Patch", ist aber ein Wort in Suaheli, das laut der Wissenschaftler so viel wie "einsetzen und reparieren" bedeutet. Pachika soll Programme zur Laufzeit überwachen und Abstürze feststellen.
Läuft das System wieder, soll Pachika den Fehler erkennen und reparieren. Die Software patcht sich also selbst. Realisiert wird das über eine Bibliothek, die in das Programm eingeklinkt wird und dessen Aktionen überwacht. Dabei werden die Abläufe protokolliert und verglichen.
In Laborversuchen wollen die Saarländer in einem von sechs Fällen damit erfolgreich gewesen sein, die Trefferquote liegt also bei etwa 17 Prozent. Untersucht wurden dafür laut einer Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) der Universität Java-Programme mit Millionen von Zeilen.
Auch wenn die Erkennungsrate auf den ersten Blick noch niedrig erscheint, freut sich der Leiter des Projekts, Professor Andreas Zeller(öffnet im neuen Fenster) : "Bei Tausenden von Softwarefehlern, die täglich den Programmierern das Leben schwer machen, stimmen uns diese Zahlen sehr optimistisch" .
Zeller beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Erkennung von Softwarefehlern. Von ihm stammt auch das erstmals 2005 erschienene Buch " Why programs fail(öffnet im neuen Fenster) ", das sich mit Debugging beschäftigt. Sein Team hat außerdem einige Plugins für die Entwicklungsumgebung Eclipse(öffnet im neuen Fenster) erstellt. Das neue Projekt Pachika will die Universität des Saarlandes auf der Cebit 2010 ausführlich zeigen.



