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Das Elektroauto kann mit dem konventionellen konkurrieren

Erste Ergebnisse eines der Berliner Elektroautoprojekte

Im Stadtverkehr kann das Elektroauto mit einem benzingetriebenen mithalten. Die begrenzte Reichweite ist kein Problem. Zu dem Ergebnis kamen Psychologen der TU Chemnitz, die das Berliner Pilotprojekt des Energieversorgers Vattenfall und des Autoherstellers BMW begleitet haben. Sie haben Fahrdaten ausgewertet und die Testteilnehmer befragt.

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Das Elektroauto kann mit dem konventionellen konkurrieren

Seit gut einem Jahr läuft in Berlin das von BMW und Vattenfall ins Leben gerufene Elektromobilitätsprojekt Mini E Berlin. Die erste Testphase mit den Elektroautos endete vor kurzem. In diesem halben Jahr haben Wissenschaftler den 50 Mini-E-Fahrern über die Schulter geschaut. Sie wollten wissen, wie die Fahrer ihre Elektroautos nutzten und ob sie einen Unterschied zur Nutzung eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor feststellten.

Erfahrungen mit neuer Technik

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"Die meisten Bewerber wollten durch die Teilnahme an der Studie Erfahrungen mit einer neuen, nachhaltigen und sauberen Technologie sammeln, einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und unabhängiger von Erdöl werden", beschreibt Josef Krems, Psychologe an der TU Chemnitz, die Motivation zur Teilnahme an dem Pilotprojekt.

Vor Beginn des Tests hatte der Großteil der Teilnehmer erwartet, dass das Elektroauto für den täglichen Gebrauch ausreichen werde. Einzig die Reichweite könnte, so der Tenor, eine Einschränkung darstellen. Das konnte jedoch schnell widerlegt werden: Schon nach der Hälfte des Testzeitraums zeigte sich, dass die Reichweite von rund 150 km im Stadtverkehr ausreicht.

Nur 14 Prozent der Fahrten hätten die Fahrer nicht wie geplant antreten können. Aber dabei war mehrheitlich nicht die Reichweite das Problem: Die erwies sich nur in 14 Prozent dieser Fälle als Hindernis. Ein nicht ausreichend geladener Akku war nur in vier Prozent der Grund, eine geplante Fahrt verschieben zu müssen.

Kofferraum zu klein

Probleme bereitete eher die Größe des Fahrzeugs: In mehr als einem Viertel (28 Prozent) der Fälle war das Auto nicht groß genug für die Zahl der Mitfahrer. In mehr als der Hälfte der Fälle fehlte es an Stauraum - bei dem Elektromini sitzt der Lithium-Ionen-Akku im Kofferraum, der deshalb recht klein ausfällt.

Dieses Problem dürfte jedoch bei Fahrzeugen, die von Beginn an als Elektroauto geplant wurden, nicht mehr auftreten: Bei Elektro-Pkw wie dem E-Cell von Daimler oder Teslas Model S haben die Designer die Akkus in den Unterboden integriert, so dass im Kofferraum genauso viel oder sogar mehr Platz ist als bei Verbrennungsautos.

Positiv fiel den Fahrern auf, wie leise die Elektroautos sind. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) hatte vorher befürchtet, dass das geräuschlose Fahren Schwierigkeiten bereiten würde. Im Nachhinein hatte aber praktisch keiner der Teilnehmer Probleme. Es überwog der angenehme Eindruck.

Konkurrenzfähiges Elektroauto

Tatsächlich zeigte das Projekt, dass Elektroautos wie der Mini-E im Stadtverkehr von der Nutzung her durchaus mit Verbrennungsautos konkurrieren können: Zwei Drittel der Fahrer gaben an, mit dem Elektroauto genauso flexibel zu sie wie mit dem gewohnten Auto. Viele Fahrer hätten sogar angegeben, dass sie mit dem Elektroauto mehr Spaß beim Fahren hatten. "Die Ergebnisse zeigen, dass die Fahrer des Mini-E sich keineswegs eingeschränkt, sondern ganz normal verhalten haben", resümiert Krems.

Für das Projekt haben die Chemnitzer Psychologen zum einen Daten über die Nutzung ausgewertet, die während des Tests aufgezeichnet wurden, darunter, welche Wege die Fahrer mit dem Auto zurücklegten oder wann und wie lange sie es zum Laden an die Steckdose hängten. Zum anderen haben sie die Testfahrer zu ihren Erfahrungen befragt.

Die Bewerber für das Pilotprojekt waren im Übrigen zum Großteil Männer im mittleren Alter, die sehr gut ausgebildet sind und überdurchschnittlich gut verdienen. Entsprechend wurden auch die Befragten ausgewählt.

Das vom Energieversorger Vattenfall und vom Autohersteller BMW initiierte Elektroautoprojekt startete Anfang 2009. Im Juni 2009 wurden die 50 Elektrominis an die erste Gruppe von Testfahrern übergeben, die diese dann ein halbes Jahr lang fahren durften. In diesem Monat beginnt die zweite halbjährige Testphase.



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laurin 23. Feb 2010

Liebe Leute Das Problem sind die Autobauer.Sie haben eines der höchst entwickelnden...

anybody 19. Feb 2010

Hier noch ein nettes Video das genau erklärt wie lange es dauert ein elektrisches Auto...

Autofahrer 17. Feb 2010

Sehr richtig! Das ist das grosse Problem. Was ein Auto dann aus macht ist...

JimBob 17. Feb 2010

Da muss ich dir wiedersprechen, gerade durch den Hype um das Elektroauto hat sich im...

JimBob 17. Feb 2010

Der Preis ist immer eine Frage Massenfertigung und der technischen Entwicklung. Bedenke...


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