Prototyp: App Store für Linux

Infrastruktur für die Verteilung binärer Applikationen vorgestellt

Der Entwickler Christian Beuschel hat eine einfache API vorgestellt, mit der Applikationen unter Linux und BSD gefahrlos und einfach installiert werden können. Seine als Personal Application Installer (PAPPI) bezeichnete Infrastruktur soll künftig für App Stores zur Verfügung stehen.

Artikel veröffentlicht am ,

Beuschel stellt in einer PDF-Datei sein Konzept für die Verbreitung proprietärer Software unter Linux dar. Bislang schrecke Softwarepublisher nicht nur die geringe Verbreitung von Linux ab, sondern auch die Hürde, Software für verschiedene Distributionen zusammenzustellen. Auch die immer größer werdende Zahl unerfahrener Anwender unter Linux verhindere bei komplexen Installationsroutinen einiger Softwarepakete die Verbreitung von auch profitablen Applikationen unter Linux, so Beuschel. Dazu gehören vor allem Spiele, aber auch Infotainment-Programme oder professionelle Lernsoftware.

 

Sein Installer-Konzept sieht vor, dass Software, die über künftige App Stores verfügbar sein soll, in einem eigenen Benutzerverzeichnis und nicht im Basissystem installiert wird. Dadurch lässt sich Software nicht nur als einfacher Benutzer installieren, sondern auch ohne Rückstände wieder entfernen. Die Anwendungen können auch auf Emulatoren zugreifen, sollten diese nicht nativ für Linux entwickelt worden sein. Als Beispiele nennt Beuschel die DOSBox, den Amiga Emulator UAE oder Wine für Windows-Programme.

Beuschels PAPPI sieht vor, Binärdateien in signierte .tar.bz2-Archive zu verpacken. Dazu sollen Entwickler noch ein Shellskript, das die eigentliche Installation ausführt, eine INI-Datei mit Konfigurationsparametern und ein softwarespezifisches Icon beilegen. Bei der Installation landet die Applikation im Home-Verzeichnis unter ".PersonalApps" und erhält ein Starticon auf dem Desktop.

Laut Beuschel ist die "technische Erfindungshöhe von PAPPI nicht besonders hoch und auch das Konzept der App Stores ist alles andere als neu". Allerdings sieht er nicht nur für Softwareentwickler, sondern auch im Vertrieb ein großes Potenzial für sein Konzept. PAPPI soll allerdings auch künftig nicht für umfangreiche und systemnahe Applikationen wie HTTP-Server eingesetzt werden. Das Konzept ist allerdings auch unter Linux nicht neu. Unter anderem verfolgte das Projekt Klik eine Zeit lang das Konzept der paketunabhängigen Installation. Um Klik ist es allerdings wieder still geworden, die Internetpräsenz ist gegenwärtig nicht mehr erreichbar.

Der Personal Application Installer kann von der Webseite des Entwicklers zum Testen heruntergeladen werden. Eine Anleitung zum Erstellen von Installer-Paketen ist dort ebenfalls zu finden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Dino 18. Feb 2010

Im Prinzip sind es schon Pakete nur der Unterschied ist das Du die Programme für...

robinx 16. Feb 2010

Naja in seinem homeverzeichniss kann ein nutzer so ziemlich tuen was er will. Zumindest...

chris109 16. Feb 2010

Ein akutes Problem ist eines, dass ich jetzt habe und in Zukunft nicht mehr. Beispiel...

blaykberry... 16. Feb 2010

(Kostenlose und insbesondere bezahlte) Davik(?)-Android-Apps usw. auf einem x86-Netbook...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
OpenAI
Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store

Nur einen Tag, nachdem OpenAI ChatGPT für Entwickler geöffnet hat, lassen sich Angebote finden, die es nicht geben dürfte.

OpenAI: Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store
Artikel
  1. LTE: Kaum weniger Funklöcher in Deutschland
    LTE
    Kaum weniger Funklöcher in Deutschland

    Während bei 5G viel ausgebaut wurde, haben die Netzbetreiber zu wenig LTE-Funklöcher geschlossen. Das ergab zumindest eine Auswertung von Verivox.

  2. AVM: Huawei-Patent kommt in Fritzboxen nicht zum Einsatz
    AVM
    Huawei-Patent kommt in Fritzboxen nicht "zum Einsatz"

    Huawei hat einen großen Patentpool zu Wi-Fi 6. Fritzbox-Hersteller AVM hat die Patente nach eigenen Angaben in seinen Wi-Fi-6-Routern nicht genutzt, will sie aber dennoch für ungültig erklären lassen.

  3. E-Corner: Hyundai entwickelt Klappräder zum seitlichen Einparken
    E-Corner
    Hyundai entwickelt Klappräder zum seitlichen Einparken

    Die Hyundai-Tochter Mobis präsentiert eine Technik, mit der sich die Autoräder seitlich drehen lassen, um das parallele Einparken zu erleichtern.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Lenovo 34" 21:9 Curved WQHD 299€ • ASRock RX 7900 XTX 1.039,18€ • War Hospital 21,59€ • Amazon-Geräte -50% • Acer 34" OLED UWQHD 175Hz 999€ • PS5 + Spider-Man 2 569€ • AMD Ryzen 9 5950X 379€ • Switch-Controller 17,84€ • AOC 27" QHD 165Hz 229€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /