Google verbessert Buzz

Unternehmen reagiert auf Kritik

Google hat erste Veränderungen an seinem sozialen Netzwerk Buzz vorgenommen, nachdem es einiges an Kritik gab. Dennoch soll Buzz bereits rege genutzt werden, leider auch von Spammern.

Artikel veröffentlicht am ,

Wer Google Buzz nur einmal kurz ausprobieren mochte und die Checkbox für den Schutz der Privatsphäre übersah, veröffentlichte seine automatisch erstellte Kontaktliste. Buzz-Nutzer werden deshalb nun nicht mehr automatisch mit ihren E-Mail- und Chatkontakten aus Google Mail verknüpft.

Buzz wird stattdessen nun nur noch Vorschläge machen, mit welchen Menschen sie vielleicht über Buzz verbunden sein möchten - ähnlich wie es auch bei Facebook der Fall ist. Etwaige bereits automatisch verbundene Kontakte können wieder auf "unfollow" gestellt werden.

Zudem sind die Einstellungen für die Privatsphäre nun besser zu finden, so Google-Mail- und Buzz-Produktmanager Todd Jackson im offiziellen Google-Mail-Blog. Nicht geändert wurde jedoch, dass die Kontaktliste von Hause aus veröffentlicht wird, wenn der Nutzer es nicht selbst im Profileditor anders einstellt.

Auch öffentliche Picasa-Web-Fotoalben und Google-Reader-Inhalte werden nicht mehr ungefragt dem eigenen Buzz-Profil zugeordnet. Geschützte Inhalte seien auch vorher schon nicht zugeordnet worden, bekräftigt Jackson.

Wer als Google-Mail-Nutzer gar nicht an Buzz interessiert ist, kann es nun in den Google-Mail-Einstellungen komplett deaktivieren und verstecken. Jackson entschuldigte sich dafür, dass Buzz noch nicht ganz überzeugen konnte - Google werde den Dienst aber weiter verbessern.

Das Interesse an Googles Social Network ist trotz der Kritik groß - wie das Sicherheitsunternehmen Websense feststellte, gilt das leider auch für Spammer, die Buzz bereits kurz nach dem Start für sich entdeckt haben und für ungebetene Botschaften missbrauchen.

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