Abo
  • Services:

HD+: 61 Receiver lassen sich für 99 Euro umrüsten (Update)

61 Receiver sollen fit für privates HD-Fernsehen werden

Die sogenannten "Legacy-CAMs" für ältere HDTV-Receiver kommen Mitte 2010 nun doch auf den Markt. Die private Plattform HD+ will die Module selbst vertreiben, 17 Hersteller wollen ihre Receiver mit Firmwareupdates auf HD+ vorbereiten.

Artikel veröffentlicht am ,
HD+: 61 Receiver lassen sich für 99 Euro umrüsten (Update)

Bereits Anfang Februar 2010 hatte Kathrein nach langen Verzögerungen mitgeteilt, dass das Unternehmen für seine Satellitenreceiver der Serie UFS 900 Legacy-CAMs anbieten will. Nun steht fest, dass nahezu alle Anbieter von Receivern mitziehen. Auf der neu eingerichteten Webseite hd-plus-modul.de listet die Astra-Tochter HD Plus derzeit 61 Receiver und Fernsehgeräte von 17 Herstellern, welche die Module ebenfalls anbieten werden.

Stellenmarkt
  1. OPITZ CONSULTING Deutschland GmbH, Gummersbach, Essen
  2. Bosch Gruppe, Leonberg

Darunter finden sich alle großen Hersteller wie Comag, Humax, Kathrein, Technisat und Topfield, andere Unternehmen wie Dream Multimedia fehlen jedoch. Wer sich auf der Webseite registriert, soll von HD+ informiert werden, sobald für sein Gerät ein Modul existiert, denn: Die CAMs sind spezifisch für ein Receivermodell gedacht und lassen sich nicht austauschen. Für zwei Receiver braucht der Nutzer dann also auch zwei Module. Andere Smartcards als die von HD+ funktionieren in den Modulen nicht, wer beispielsweise noch ein Abo für Sky abgeschlossen hat, braucht einen Receiver mit zwei CI-Slots oder muss die Module wechseln.

HD+ will die CAMs ab Mitte 2010 selbst zum Preis von 99 Euro vertreiben, sie sollen nicht in den Einzelhandel kommen. Im Kaufpreis des Moduls ist eine für zwölf Monate freigeschaltete Smartcard enthalten, mit der sich bisher die Sender RTL HD, SAT.1 HD, Prosieben HD, Vox HD und kabel eins HD entschlüsseln lassen. Diese Programme sind seit dem 1. November 2009 in HD auf Sendung. Nach dem ersten Jahr fallen 50 Euro pro Jahr an Gebühren für HD+ an.

Die neuen Module passen in den herkömmlichen CI-Slot von Receivern, nicht aber in die neuen CI-Plus-Slots. Für Geräte, die damit bereits ausgestattet sind, will HD+ ab dem zweiten Quartal 2010 ein CI-Plus-CAM anbieten, das dann auch über den Fachhandel vertrieben werden soll. Einen Preis dafür nannte das Unternehmen noch nicht.

Eigene Module für CI-Plus geplant

HD+ bezeichnet die Legacy-CAMs als "Übergangslösung" und will langfristig auf CI-Plus setzen. Das hat einen einfachen Grund: Mit CI-Plus können die Sender bestimmen, was aufgezeichnet werden kann und wie sich die Geräte beim Abspielen verhalten. Beispielsweise ist es auf bisherigen HD+-Receivern zum Teil unmöglich, innerhalb einer Aufnahme zu spulen. Damit sollen die Zuschauer Werbeblöcke nicht überspringen können. Das fällt vor allem unangenehm auf, wenn eine Wiedergabe gestoppt wird: Die Aufzeichnung muss dann von vorne angesehen werden.

Wie sich die einzelnen Receiver mit dem HD+-Modul verhalten, ist zudem nicht eindeutig geregelt, wie die HD Plus GmbH auf Anfrage von Golem.de mitteilte. Das liegt laut dem Unternehmen im Ermessen des Herstellers: Er kann seinem Receiver beispielsweise auch die Aufnahmefunktion für die HD+-Sender ganz abschalten. Eindeutige Aussagen von den Geräteherstellern dazu liegen noch nicht vor.

Trotz dieser Bemühungen um einen Schutz des Geschäftsmodells der Privatsender kursieren in Satellitenforen bereits Links zu gepatchten Firmwareversionen für ältere Receiver, die damit über ein sogenanntes Soft-CAM HD+ mit gültiger Abokarte entschlüsseln und auch aufnehmen können. Beschränkungen bei Aufzeichnung und Wiedergabe kennen diese Geräte dabei nicht.

Nachtrag vom 16. Februar 2010, 12:10 Uhr:
Anders als hier ursprünglich angegeben, lässt sich HD+ nicht ohne gültige Abokarte empfangen. Die bisher verfügbaren Soft-CAMs emulieren lediglich das Modul, entschlüsselt werden die Programme weiterhin über die Smartcard. Der letzte Absatz der Meldung wurde entsprechend geändert.

Zudem soll es nicht für jeden Receiver ein eigenes Legacy-CAM geben, sondern ein allgemeines für alle Modelle, auch die Bindung an ein Gerät (Pairing) könnte so entfallen. Dies konnte HD+ gegenüber Golem.de aber noch nicht bestätigen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 9,99€
  2. 4,25€

Fritz M 26. Mai 2010

Bei vielen neuen Geräten liegt eine HD+-Karte für ein Jahr kostenlos bei. Das puscht...

Fritz M 26. Mai 2010

Boykottieren indem man die HD+-Geräte meidet, ist zwar eine Möglichkeit, damit verzichtet...

Fritz M 26. Mai 2010

Boykottieren indem man die HD+-Geräte meidet, ist zwar eine Möglichkeit, damit verzichtet...

Fritz M 26. Mai 2010

Boykottieren indem man die HD+-Geräte meidet, ist zwar eine Möglichkeit, damit verzichtet...

Fritz M 26. Mai 2010

Boykottieren indem man die HD+-Geräte meidet, ist zwar eine Möglichkeit, damit verzichtet...


Folgen Sie uns
       


Amazons Fire HD 10 Kids Edition - Hands on

Das Fire HD 10 Kids Edition ist das neue Kinder-Tablet von Amazon. Das Tablet entspricht dem normalen Fire HD 10 und wird mit speziellen Dreingaben ergänzt. So gibt es eine Gummiummantelung, um Stürze abzufangen. Außerdem gehört der Dienst Freetime Unlimited für ein Jahr ohne Aufpreis dazu. Das Fire HD 10 Kids Edition kostet 200 Euro. Falls das Tablet innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf kaputtgeht, wird es ausgetauscht.

Amazons Fire HD 10 Kids Edition - Hands on Video aufrufen
Android 9 im Test: Intelligente Optimierungen, die funktionieren
Android 9 im Test
Intelligente Optimierungen, die funktionieren

Die Veröffentlichung von Googles Android 9 kam überraschend, ebenso schnell war die neue Version namens Pie auf den Pixel-Geräten. Wir haben uns die Aktualisierung auf ein Pixel 2 XL geholt und getestet: Einige der neuen Funktionen gefallen uns, andere laufen noch nicht so gut wie erwartet.
Von Tobias Költzsch

  1. Android 9 Pie-Version von Android Go kommt im Herbst 2018
  2. Android 9 Pixel XL hat immer noch Probleme mit Schnellladen

HDR-Capture im Test: High-End-Streaming von der Couch aus
HDR-Capture im Test
High-End-Streaming von der Couch aus

Was bringen all die schönen neuen Farben auf dem 4K-HDR-TV, wenn man sie nicht speichern kann oder während des Livestreams nicht mehr selber sieht? Avermedia bietet mit den Capture-Karten Live Gamer 4K und Live Gamer Ultra erstmals bezahlbare Lösungen an. PC-Spieler sehen mit ihnen sogar bis zu 240 Bilder pro Sekunde.
Von Michael Wieczorek

  1. DisplayHDR Vesa veröffentlicht erstes Testwerkzeug für HDR-Standard
  2. HDMI 2.0 und Displayport HDR bleibt Handarbeit
  3. Intel Linux bekommt experimentelle HDR-Unterstützung

Leckere neue Welt: Die Stadt wird essbar und smart
Leckere neue Welt
Die Stadt wird essbar und smart

Obst und Gemüse von der Stadtmauer. Salat und Kräuter aus dem Stadtpark. In essbaren Städten sprießt und gedeiht es, wo sonst Hecken wuchern und Geranien blühen. In manchen Metropolen gibt es gar sprechende Bänke, denkende Mülleimer und Gewächshochhäuser.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. IT-Sicherheit Angriffe auf Smart-City-Systeme können Massenpanik auslösen

    •  /