Solarzellen aus Siliziumnanodrähten

Neue Bauweise macht Solarzellen günstiger

Winzig kleine Siliziumdrähte könnte der Baustoff künftiger Solarzellen sein. Wissenschaftler in den USA haben Solarzellen aus Nanodrähten gebaut, die bei gleicher Größe wie herkömmliche Solarmodule nur ein Hundertstel des Materials benötigen.

Artikel veröffentlicht am ,

Forscher vom California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena wollen Solarzellen aus Siliziumdrähten statt aus Siliziumwafern bauen. Vorteil sei, so die Wissenschaftler um Harry Atwater, dass solche Zellen günstiger herzustellen seien.

Nanodrähte in Polymer

Die Solarzellen bestehen aus Anordnungen von Nanodrähten aus Silizium, die auf einem Substrat sitzen und von einem durchsichtigen Polymer umhüllt sind. In das Polymer sind zudem Partikel aus Aluminiumoxid eingestreut. Diese dienen dazu, die Effizienz der Zellen zu erhöhen: Ohne diese Partikel könnten die stehenden Drähte nur schräg einfallendes Licht absorbieren, nicht aber das senkrecht einfallende Mittagslicht. Es würde einfach zwischen den Drähten hindurchgehen. Die Aluminiumoxidpartikel streuen das Licht, so dass die Nanodrähte es absorbieren können.

Die Solarzellen nutzen etwa 85 Prozent des Sonnenlichts. Dabei seien sie im Nah-Infrarot-Bereich sogar besser als die herkömmlichen Solarzellen aus Siliziumplatten, sagen die Wissenschaftler. Die Effizienz beziffern sie auf etwa 15 bis 20 Prozent - was etwa dem Wirkungsgrad einer herkömmlichen Solarzelle entspricht.

Gleiche Effizienz, aber viel weniger Material

Der Vorteil ist jedoch der Materialaufwand: Der betrage nur ein Prozent von einer heutigen Solarzelle gleicher Größe, schreiben die Forscher in einem Aufsatz in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Nature Materials. Dadurch sollen sich die Produktionskosten deutlich senken lassen. Zweiter Vorteil sei, dass die Zellen flexibel seien. Das eröffne neue Einsatzmöglichkeiten, wie etwa solares Energy-Harvesting.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
OpenAI
Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store

Nur einen Tag, nachdem OpenAI ChatGPT für Entwickler geöffnet hat, lassen sich Angebote finden, die es nicht geben dürfte.

OpenAI: Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store
Artikel
  1. LTE: Kaum weniger Funklöcher in Deutschland
    LTE
    Kaum weniger Funklöcher in Deutschland

    Während bei 5G viel ausgebaut wurde, haben die Netzbetreiber zu wenig LTE-Funklöcher geschlossen. Das ergab zumindest eine Auswertung von Verivox.

  2. AVM: Huawei-Patent kommt in Fritzboxen nicht zum Einsatz
    AVM
    Huawei-Patent kommt in Fritzboxen nicht "zum Einsatz"

    Huawei hat einen großen Patentpool zu Wi-Fi 6. Fritzbox-Hersteller AVM hat die Patente nach eigenen Angaben in seinen Wi-Fi-6-Routern nicht genutzt, will sie aber dennoch für ungültig erklären lassen.

  3. E-Corner: Hyundai entwickelt Klappräder zum seitlichen Einparken
    E-Corner
    Hyundai entwickelt Klappräder zum seitlichen Einparken

    Die Hyundai-Tochter Mobis präsentiert eine Technik, mit der sich die Autoräder seitlich drehen lassen, um das parallele Einparken zu erleichtern.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Lenovo 34" 21:9 Curved WQHD 299€ • ASRock RX 7900 XTX 1.039,18€ • War Hospital 21,59€ • Amazon-Geräte -50% • Acer 34" OLED UWQHD 175Hz 999€ • PS5 + Spider-Man 2 569€ • AMD Ryzen 9 5950X 379€ • Switch-Controller 17,84€ • AOC 27" QHD 165Hz 229€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /