Globalfoundries und ARM gemeinsam gegen Intel

Die AMD-Ausgründung Globalfoundries will auf dem Mobile World Congress 2010 neue Details zur Zusammenarbeit mit dem Chipdesigner ARM bekanntgeben. Die Allianz richtet sich gegen Intel. Auf der Konferenz in Barcelona sollen die Vorteile von SoCs (System-on-a-Chip) auf Basis von ARMs Cortex A9 in einem 28-Nanometer-Prozess von Globalfoundries unter Verwendung von High-k-Metal-Gates erläutert werden. Künftige Chips sollen 40 Prozent mehr Rechenleistung bei 30 Prozent weniger Energieverbrauch im Betrieb und 100 Prozent weniger Energieverbrauch im Standby-Modus bringen, so die Partner.
ARM betreibt keine eigenen Chipfabriken. Der Designer ist unter anderem deswegen so erfolgreich, weil die Firma verschiedene Komponenten eines SoCs anbietet, die sich ein Gerätehersteller dann als Baukastensystem zusammenstellen kann.
Die Produktion im 28-Nanometer-Prozess soll bei Globalfoundries in der zweiten Hälfte des Jahres 2010 anlaufen. Das Unternehmen will weltweit der erste Auftragshersteller sein, der den 28-Nanometer-Prozess bietet.
Die Zusammenarbeit zwischen Globalfoundries und ARM wurde im Oktober 2009 beschlossen . Die Allianz mit dem britischen Chipdesigner richtet sich dabei klar gegen Intel. "Das große böse Intel will diesen Markt kontrollieren" , sagte Globalfoundries-Chef Doug Grose dem Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) . "Wir wollen ARM helfen, die Performance seiner Chips zu erhöhen."
ARM-Vize Simon Segars sagte dem Journal, dass viele Firmen, die auf die Cortex-A-9-Technologie setzen, damit Chips betreiben, die mit bis zu 1 GHz getaktet sind. Mit der neuen 40-Nanometer-Fertigungstechnologie sollen 2 GHz erreicht werden. Weitere Zuwächse seien durch den 28-Nanometer-Prozess möglich. Hier lägen aber noch keine Messdaten vor, so Segars. "Wenn Firmen wie Intel in unseren Markt eindringen, ist es wichtig, das Performancelaufband am Laufen zu halten" , sagte Segars. ARM lizenziert seine Technologie weiterhin auch an andere Auftragshersteller.
Intel dringt mit aktuellen und künftigen Atom-Designs massiv in den Markt für Smartphones und MIDs ein. Der taiwanische Branchendienst Digitimes berichtete im Sommer 2009(öffnet im neuen Fenster) , Intel wolle in künftigen Atom-Chipsätzen zudem geistiges Eigentum von TSMC verwenden. Smartphonehersteller können so Intels Atom-Chipsatz an ihre Bedürfnisse anpassen. Ziel der Zusammenarbeit sind SoCs mit Prozessorkernen auf Basis der Atom-Architektur .