Abo
  • Services:

Iran schaltet Google Mail ab

Kommunikationsministerium offenbar zu dauerhafter Sperre entschlossen

Die Regierung im Iran hat offenbar eine dauerhafte Blockade des E-Mail-Dienstes von Google angeordnet. Ein staatlich kontrollierter Maildienst soll als Alternative aufgebaut werden, um Vertrauen zwischen Regierung und Volk zu schaffen, hieß es offiziell.

Artikel veröffentlicht am ,
Iran schaltet Google Mail ab

Die Islamische Republik Iran blockiert dauerhaft den Zugang zu Googles E-Mail-Dienst. Das Wall Street Journal berichtet, dass das iranische Ministerium für Kommunikations- und Informationstechnologie (Ministry of Communications and Information Technology - MICT) eine permanente Blockade angeordnet habe. Am heutigen 11. Februar 2010 feiert der Iran den 31. Jahrestag der Islamischen Revolution. Die Opposition hat zu Massendemonstrationen gegen die Regierung von Mahmud Ahmadinedschad aufgerufen.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart, Esslingen
  2. eco Verband der Internetwirtschaft e.V., Köln

Vor kurzem waren Pläne für einen nationalen iranischen E-Mail-Dienst unter Regierungskontrolle veröffentlicht worden. Ein iranischer Regierungsvertreter begründete dies laut dem Wall Street Journal mit der notwendigen Stärkung der nationalen Internettechnologie und der Schaffung von Vertrauen zwischen Regierung und dem Volk.

Ein Google-Sprecher bestätigte der Zeitung, dass es einen massiven Rückgang bei den Zugriffen auf Google Mail vom Iran aus gegeben habe. Die eigenen Netzwerke des Internetkonzerns funktionierten jedoch störungsfrei. "Wann immer wir Blockaden gegen unseren Dienst feststellen, versuchen wir das so schnell wie möglich zu lösen", sagte der Sprecher.

Laut einer Analyse der OpenNet-Initiative vom Juli 2009 betreibt der Iran eines der weltweit größten technischen Kontroll- und Filtersysteme für das Internet. Das Routen des gesamten Internetverkehrs über Proxyserver ermöglicht das Überwachen und Protokollieren des unverschlüsselten Internetverkehrs, einschließlich E-Mails, Instant Messaging und des Surfens im Netz. Der gesamte Datenverkehr des Landes läuft über wenige Internet Service Provider, die die Netzzugänge für die privaten Haushalte bereitstellen. Diese werden zentral über die Netze der staatlich kontrollierten Telecommunication Company of Iran (TCI) geleitet.

Nikahang Kowsar, ein iranischer Onlineaktivist, der in Kanada lebt, erklärte dem Wall Street Journal, dass die Nutzung von Google Mail seit dem 10. Februar 2010 stark eingeschränkt sei. Viele Menschen im Iran setzten auf den Dienst, weil sie vermuten, dass der Zugriff der staatlichen Zensoren darauf nur eingeschränkt möglich sei.

Die Internetnutzung nimmt im Iran weiter stark zu. In den letzten acht Jahren zeigte sich ein durchschnittliches jährliches Wachstum von fast 50 Prozent auf gegenwärtig über 23 Millionen. Die Steigerungsrate ist stärker als in jedem anderen Land im Mittleren Osten.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 25,99€
  2. 14,95€

spanther 03. Apr 2010

Oh man, was für ein peinliches Kasperle Theater der erhitzten Gemüter hier... *g*

spanther 16. Feb 2010

Ich liebe die Schweiz immer mehr! :) Hoffentlich hält die Schweiz deutlich Abstand von...

Y 13. Feb 2010

Damit laufen sie nicht mehr Gefahr, dass Google auch iranische Bücher scannt, ohne die...

Merus 12. Feb 2010

Tritium ist kein Metall!!! Sondern überschweres Wasserstoff, also das Atom besteht aus 1...

Gast1987 12. Feb 2010

Nokia Siemens Networks hat anscheinend die Technologie zur Kontrolle des Datenverkehrs...


Folgen Sie uns
       


Oneplus 6T - Test

Das Oneplus 6T ist der Nachfolger des Oneplus 6 - und als T-Modell ein Hardware Refresh. Neu sind unter anderem ein größeres Display mit kleinerer Notch sowie der Fingerabdrucksensor unter dem Displayglas. Im Test hat das neue Modell einen guten Eindruck hinterlassen.

Oneplus 6T - Test Video aufrufen
Yuneec H520: 3D-Modell aus der Drohne
Yuneec H520
3D-Modell aus der Drohne

Multikopter werden zunehmend auch kommerziell verwendet. Vor allem machen die Drohnen Luftbilder und Inspektionsflüge und vermessen. Wir haben in der Praxis getestet, wie gut das mit dem Yuneec H520 funktioniert.
Von Dirk Koller


    Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test: Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses
    Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test
    Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses

    Wir haben die dritte Generation von Sonys Top-ANC-Kopfhörer getestet - vor allem bei der Geräuschreduktion hat sich einiges getan. Wer in lautem Getümmel seine Ruhe haben will, greift zum WH-1000XM3. Alle Nachteile der Vorgängermodelle hat Sony aber nicht behoben.
    Ein Test von Ingo Pakalski


      Google Nachtsicht im Test: Starke Nachtaufnahmen mit dem Pixel
      Google Nachtsicht im Test
      Starke Nachtaufnahmen mit dem Pixel

      Gut einen Monat nach der Vorstellung der neuen Pixel-Smartphones hat Google die Kamerafunktion Nachtsicht vorgestellt. Mit dieser lassen sich tolle Nachtaufnahmen machen, die mit denen von Huaweis Nachtmodus vergleichbar sind - und dessen Qualität bei Selbstporträts deutlich übersteigt.
      Ein Test von Tobias Költzsch

      1. Pixel 3 Google patcht Probleme mit Speichermanagement
      2. Smartphone Google soll Pixel 3 Lite mit Kopfhörerbuchse planen
      3. Google Dem Pixel 3 XL wächst eine zweite Notch

        •  /