Twitpic, GPS und Exif: Handyfotos und die Privatsphäre

Internet Storm Center untersucht 15.000 Twitpic-Bilder

Die Integration von GPS in Kameras könnte in Zukunft ein Problem für die Privatsphäre werden. Das hat das Internet Storm Center (ISC) herausgefunden. Schon jetzt geben Fotografen unabsichtlich Positionsdaten preis, die beispielsweise ein Mobiltelefon in die Exif-Daten eines Bildes schreibt.

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Mehr als 15.000 Bilder hat das Internet Storm Center (ISC) per Skript vom Twitpic-Dienst gesammelt, auf interessante Exif-Daten hin untersucht und dabei festgestellt, dass hier ein zunehmendes Problem für die Privatsphäre entsteht. Moderne Mobiltelefone und auch einige Kameras besitzen eine GPS-Einheit und könnten selbst ohne GPS anhand der Position der Mobilfunktürme ihre Position bestimmen, so das ISC.

Von den 15.000 gesammelten Bildern enthalten immerhin zwei Drittel Exif-Daten. 5.247 Bilder enthielten das Kameramodell. Besonders interessant: 399 Bilder enthalten Positionsdaten und 102 Bilder waren mit dem Namen des Fotografen versehen. Hier besteht die Gefahr, dass die Fotografen eventuell unabsichtlich ihre Position zu einem bestimmten Zeitpunkt und ihren Namen verraten haben.

Mit einer Ausnahme waren alle GPS-Fotos von Mobiltelefonen. Kameras mit integrierter oder zusteckbarer GPS-Einheit sind also bei Diensten wie Twitpic noch nicht von Bedeutung.

Der Großteil der 399 Bilder, nämlich 70 Prozent, stammt dabei von iPhone-Nutzern, die ihre Fotos zu Twitpic hochgeladen haben. Elf Prozent kommen von Samsung-Nutzern. HTC- und LG-Nutzer kommen auf sechs beziehungsweise fünf Prozent.

Johannes Ullrich vom ISC stellt die Skripte zum Sammeln von Bildern zur Verfügung. Wer Firefox nutzt und nur gelegentlich in die Exif-Daten von Bildern schauen möchte, kann dazu auch den Exif Viewer nutzen, den Golem.de in der Reihe Werkzeugkasten vorgestellt hat.

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