Steam-Nutzer installieren Windows 7 in der 64-Bit-Version
Aus der aktuellen Hard- und Softwareumfrage von Valves Steam-Client(öffnet im neuen Fenster) geht hervor, dass die Nutzer verstärkt Windows 7 einsetzen – nur wenige Monate nach dessen Markteinführung. Während 42,78 Prozent der Spieler noch Windows XP nutzen, sind es bei Windows 7 bereits 28,53 Prozent. Windows Vista liegt knapp dahinter mit 27,91. Windows 7 ist also bei Steam-Anwendern deutlich erfolgreicher als Windows Vista seinerzeit. Nach der Veröffentlichung von Vista zeigten die Steam-Statistiken ein deutliches Zögern der Anwender .
Interessant ist hierbei die Aufteilung zwischen 32-Bit- und 64-Bit-Installationen. Bei Windows XP ist der 64-Bit-Anteil, wie nicht anders zu erwarten, mit 0,63 Prozent bei allen Nutzern vernachlässigbar gering. Die Unterstützung von Windows XP 64 war seitens Microsoft eher halbherzig und auch kaum ein Softwarehersteller hat sich wirklich um das Betriebssystem geschert.
Windows Vista 64 haben hingegen 8,82 Prozent der Nutzer installiert. Immerhin fast ein Drittel der Vista-Gefolgsleute. Bei Windows 7 sind es stolze 19,5 Prozent und damit rund zwei Drittel der Nutzer.
Die Vorteile für Spieler liegen auf der Hand, Windows 7 64 kann immerhin mehr als 3,5 GByte RAM ansprechen. Auch die Sicherheit und potenziell stabilere Treiber, die nicht so tief in ein 64-Bit-System eingreifen dürfen und getestet werden müssen, sprechen für eine 64-Bit-Installation.
Demgegenüber stand früher die schlechte 64-Bit-Unterstützung der Hardwarehersteller. Windows Vista hat allerdings die Basis geschaffen, die es Windows-7-Nutzern erlaubt, bei der 64-Bit-Version zu bleiben. Die Zahlen verdeutlichen: Um eine 64-Bit-Unterstützung kommen die Hersteller von Hard- und Software zumindest im Spielebereich nicht herum.
Interessanterweise haben nicht alle Nutzer der 64-Bit-Versionen einen Arbeitspeicherausbau von 4 GByte und mehr. Laut Steamsurvey verfügen darüber nur 24,47 Prozent aller Nutzer, obwohl die 64-Bit-Installationen immerhin auf fast 30 Prozent kommen.
Bei den anderen Ergebnissen gibt es keine großen Überraschungen. Der Anteil an Intel-Prozessoren liegt nach wie vor mit fast 70 Prozent weit vor AMD und die Mehrheit – etwa 57 Prozent – nutzt Zweikernprozessoren. Spieler mit Vierkernprozessoren sind auch im Januar 2010 mit 24,13 Prozent kurz davor, ein Viertel der Steam-Gemeinschaft auszumachen.
Bei den Grafikkarten gibt es eine sehr bunte Mischung. Immerhin 75 Prozent aller Steam-Nutzer haben eine Direct-X-10-GPU. AMDs Radeon der 5000er Serie und damit die Fähigkeit, den DirectX-11-Codepfad von Spielen zu nutzen, ist bei Steam-Anwendern hingegen noch kaum verbreitet. Das dürfte sich aber mit den günstigeren Karten für den Mainstream-PC ändern – und mit der mittlerweile besseren Verfügbarkeit der 5800er Karten. Der Steamsurvey berücksichtigt DirectX-11-Karten noch nicht als eigene Kategorie.
Die Statistik über alle Grafikkarten zeigt Nvidia vorne mit der Geforce 8800 (9,41 Prozent), knapp gefolgt von der Radeon-4800-Serie (9,07). Die Radeon-4800er-Serie ist dabei die einzige Grafikhardware von AMD, die es überhaupt in die Top 10 geschafft hat. Nvidia liegt mit 65 Prozent deutlich vor AMD mit knapp 30 Prozent. Der größte Hersteller von Grafikkernen, Intel, hat bei Steam-Nutzern nichts zu sagen und kommt nur auf 3,6 Prozent.
Nicht eingerechnet sind diverse Umbenennungen von GPU-Kernen zu vermeintlich neuen Produkten, so dass die Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind. Immerhin lässt sich auch hier ablesen, dass High-End-Karten wie beispielsweise Nvidias Geforce GTX 285 (1,06 Prozent) oder AMDs Radeon 5800 (5850 + 5870, 0,93 Prozent) kaum Verbreitung unter Steam-Nutzern finden.
Viele Spieler, fast 20 Prozent, nutzen als Systemauflösung noch immer 1.280 x 1.024 Pixel (Seitenverhältnis 5:4). Die alte 4:3-Auflösung mit 1.024 x 768 Pixeln kommt immer noch auf 13 Prozent. Die erste 16:10-Auflösung (1.680 x 1.050 Pixel) kommt auf knapp über 19 Prozent. Die 16:10-Auflösung mit 1.440 x 900 Pixeln erreicht 11 Prozent. Erst seit kurzem auf dem Markt befindliche Panels mit einem Seitenverhältnis von 16:9 sind noch selten verbreitet. Sie kommen zusammengerechnet auf etwa 5,6 Prozent. Das ist weniger als die weit verbreitete Auflösung von Notebooks mit 1.280 x 800 Pixeln (6,48 Prozent).
Die Statistik bezieht sich hauptsächlich auf Nutzer, die englische Spracheinstellungen haben (58 Prozent). Russische und deutsche Installationen kommen auf etwa 9 Prozent, gefolgt von Französisch (7,1 Prozent), Polnisch (3,1 Prozent) und Spanisch (2,6 Prozent).
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