Google Book Settlement: Das Kernproblem ist nicht gelöst

US-Justizministerium erhebt erneut Einspruch gegen Googles Buchabkommen

Schlechte Nachrichten für Google: Das US-Justizministerium hält das Google Book Settlement immer noch für bedenklich. Zwar sei die überarbeitete Fassung des Abkommens zur Nutzung digitalisierter Bücher ein Fortschritt gegenüber der ersten Version, sie sei aber immer noch urheber- und wettbewerbsrechtlich bedenklich.

Artikel veröffentlicht am ,

Das US-Justizministerium (US Department of Justice, DOJ) hat erneut Einspruch gegen das Google Book Settlement erhoben, die Vereinbarung, die Google mit US-Verlagen und Autoren über die Nutzung von digitalisierten Büchern getroffen hat. Das Ministerium habe immer noch Bedenken hinsichtlich des Urheber- und des Wettbewerbsrechts, heißt es in dem Schreiben an das zuständige New Yorker Gericht.

Das Kernproblem bleibt

Inhalt:
  1. Google Book Settlement: Das Kernproblem ist nicht gelöst
  2. Google Book Settlement: Das Kernproblem ist nicht gelöst

"Obwohl die Vereinigten Staaten glauben, dass die Beteiligten in gutem Glauben gehandelt haben und dass das überarbeitete Abkommen in seinem Geltungsbereich begrenzter ist, bleibt das Kernproblem der ursprünglichen Fassung bestehen: Es ist der Versuch, das Instrument der Sammelklage dazu zu nutzen, zukunftsorientierte Geschäftsarrangements zu treffen, die weit über das hinausgehen, was in diesem Fall vor Gericht verhandelt wird", begründet das DOJ seinen Einspruch.

In dem sogenannten Google Book Settlement hatten Google, der US-Schriftstellerverband Authors Guild sowie die US-Verlegervereinigung Association of American Publishers (AAP) festgelegt, unter welchen Bedingungen Google die Bücher, die das Unternehmen gescannt hatte, nutzen darf. Das Abkommen sollte eine Klage gegen Google außergerichtlich beilegen. Verlage und Schriftsteller hatten 2005 geklagt, weil Googles Digitalisierung von Büchern ihrer Ansicht nach Urheberrechte verletzt.

Alleinige Nutzung verwaister Bücher

Das Abkommen hätte Google beispielsweise das alleinige Nutzungsrecht über verwaiste Bücher zugesichert. Das sind Bücher, deren Urheberrechtsschutz noch nicht abgelaufen ist, deren Rechteinhaber aber nicht auffindbar sind. Außerdem hätten die Vertragspartner die Möglichkeit bekommen, die Preise für die digitalen Bücher ohne Einschränkungen selbst festzusetzen. Die Einigung hatte weltweit Kritik hervorgerufen, unter anderem deshalb, weil Google auch Bücher ausländischer Verlage hätte nutzen dürfen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Google Book Settlement: Das Kernproblem ist nicht gelöst 
  1. 1
  2. 2
  3.  


GoogleFan 09. Feb 2010

Ich habe einst die Tintenfischpartei gewählt. Solange Google nichts Böses tut, sollte man...

NeugierTux 07. Feb 2010

Meine Uni, und hoffentlich viele andere, tun was in die Richtung: Kostenlose Eboks für...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Superbooth
Technikparadies für Musiknerds

Von klassischen E-Pianos bis zu Musikstudios in DIN-A5: Bei der Synthesizer-Messe Superbooth haben Hersteller zum Ausprobieren eingeladen.
Ein Bericht von Daniel Ziegener

Superbooth: Technikparadies für Musiknerds
Artikel
  1. Forschung: Blaualge versorgt Computer sechs Monate mit Strom
    Forschung
    Blaualge versorgt Computer sechs Monate mit Strom

    Ein Forschungsteam hat einen Mikroprozessor sechs Monate ununterbrochen mit Strom versorgt. Die Algen lieferten sogar bei Dunkelheit.

  2. Altris: Kathodenmaterial für Natrium-Ionen-Akkus kommt aus Schweden
    Altris
    Kathodenmaterial für Natrium-Ionen-Akkus kommt aus Schweden

    Eine europäische Firma will vom Lithium wegkommen. Bis 2023 soll eine Pilotfabrik für Akku-Kathoden mit einer Kapazität von bis zu 1 GWh pro Jahr entstehen.
    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  3. Renault: Moskwitsch könnte elektrisch wiederkommen
    Renault
    Moskwitsch könnte elektrisch wiederkommen

    Renault verkauft seine Anteile am Russlandgeschäft an die Stadt Moskau. Die hat schon genaue Pläne, welche Fahrzeuge vom Band rollen sollen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 46% Rabatt auf Mäuse & Tastaturen • Grafikkarten günstig wie nie (u. a. RTX 3080Ti 12GB 1.285€) • Samsung SSD 1TB (PS5-komp.) + Heatsink günstig wie nie: 143,99€ • Microsoft Surface günstig wie nie • Jubiläumsangebote bei MediaMarkt • Bosch Prof. bis zu 53% günstiger[Werbung]
    •  /