Intel zeigt neues vPro mit KVM
In vielen Rechenzentren werden Keyboard, Video und Maus (KVM) über spezielle Hardware ferngesteuert. Ein Administrator hat so die Kontrolle über einen Rechner, auch wenn der in einem anderen Raum steht. KVM unterscheidet sich von Remote-Desktops, weil die Ein- und Ausgabegeräte auf der Ebene der Buchsen aus der Ferne gesteuert werden.
Dadurch lässt sich beispielsweise ein Warmstart (Strg+Alt+Entf) auslösen, auch wenn das Betriebssystem abgestürzt ist. Anspruchsvollere Lösungen können auch die Reset-Leitung des Mainboards direkt ansprechen oder über einen Powerswitch den Rechner vom Stromnetz nehmen, wenn er sonst nicht mehr startet.
Intel will nun zumindest die reinen KVM-Funktionen fest in die Hardware der vPro-Chipsätze (Q57, QM57, QS57) integriert haben. Ein Administrator kann so die Kontrolle über einen Rechner per Internet übernehmen, was natürlich durch Passwörter und Verschlüsselung von der Wartungssoftware bis zum vPro-BIOS gesichert ist. Als Basis dient die "Active Management Technology" (AMT), die mittlerweile in der Version 6 angekommen ist.
Während einer virtuellen Presseveranstaltung demonstrierte Intel die KVM-Funktionen mit typischem US-amerikanischem Enthusiasmus für ein neues Produkt. Rechner damit wollen unter anderem Acer, Asus, Dell, HP, Lenovo und Toshiba anbieten. Unter den Anbietern von Management-Software, die neue vPro-Funktionen integriert, sind Bomgar, Kaseya, LanDek, Level Platforms, LogMeIn, Microsoft, RealVNC, Spiceworks und Symantec.
Neben KVM gibt es mit dem neuen vPro auch einen erweiterten Schutz vor Diebstahl und Verlust von Notebooks, die Anti-Theft Technology (AT 2.0). Damit lässt sich ein abhandengekommener Rechner, sobald er wieder ans Netz geht, lahm legen – aber auch wieder entsperren, wenn er wieder in rechtmäßige Hände gelangt.
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