Internet-Explorer-Lücke erlaubt das Ausspähen von Daten
Der Internet Explorer weist in den Versionen 6, 7 und 8 erneut eine Sicherheitslücke auf. Das geht aus dem Security Advisory 980088(öffnet im neuen Fenster) von Microsoft hervor. Angreifer können Dateien auslesen, deren Position und Name bekannt sind. Das gilt also vor allem für System- und Konfigurationsdateien, die eventuell Schlüsse auf andere Orte und Namen von Dateien zulassen.
Gegen einen Angriff dieser Art helfen mehrere Vorsichtsmaßnahmen. Systemdateien, deren Position und Name einem Angreifer bekannt sein dürften, kann der Anwender schützen, indem er mit eingeschränkten Rechten arbeitet und prinzipiell – bis zu einem Patch – auf den Internet Explorer verzichtet.
Betroffen sind aber nicht alle Anwender des Internet Explorer. Immer dann, wenn der Browser im geschützten Modus (Protected Mode) läuft, das ist bei Windows Vista und Windows 7 der Fall, muss der Anwender wohl nichts befürchten.
Ist der geschützte Modus allerdings abgeschaltet, sind auch Anwender dieser Betriebssysteme betroffen. Dann hilft nur Active Scripting soweit zu unterbinden, dass bei der Ausführung zumindest eine Warnung angezeigt wird. Das ist etwa möglich, wenn die Sicherheitseinstellungen für das Internet und Intranet auf die höchste Stufe gestellt werden. Windows-XP-Nutzer können zudem über Einstellungen in der Registrierung den Network Protocol Lockdown aktivieren. Damit ist es einem Angreifer nicht mehr möglich, über das file://-Protokoll Angriffe durchzuführen. Ein Lösungsweg findet sich zudem im Knowledge-Base-Artikel 980088(öffnet im neuen Fenster) .
Die Sicherheitslücke hatte sich bereits Ende 2009 angekündigt. Ob und wann ein Patch erscheint ist derzeit unklar. Microsoft untersucht das Problem noch.