Adobe: HTML5 wird Flash nicht ersetzen
Flash wurde für Stiftcomputer erfunden
Adobes Technikchef Kevin Lynch hat in der aktuellen Diskussion um Flash das Wort ergriffen. Er gibt sich überzeugt, dass HTML5 Flash in absehbarer Zukunft nicht ersetzen kann.
In Reaktion auf Apples Ablehnung von Flash plädiert Lynch dafür, Nutzern die Entscheidung zu überlassen, welche Inhalte und Applikationen sie sehen wollen, unabhängig vom verwendeten Gerät. Er spielt damit auf Apples iPad an, das wie das iPhone ohne Flash-Unterstützung kommen wird.
Adobe reagiert damit auf Berichte, nach denen Apple Flash nicht unterstützt, weil das Plugin von Adobe fehlerhaft sei. Apple-Chef Steve Jobs sieht den Berichten zufolge keine Zukunft im Flash-Format und wird damit zitiert, dass sich die Webwelt in Richtung HTML5 bewegt.
Bei Adobe sieht man das naturgemäß anders. Technikchef Lynch weist darauf hin, dass Flash ironischerweise vor rund 15 Jahren speziell für Stiftcomputer entwickelt wurde. Da sich der Markt für solche Geräte aber nicht so entwickelte wie gedacht, nahm die Entwicklung von Flash andere Wege. Zunächst wurde es genutzt, um Vektorgrafik im Web darzustellen, bis es später um zusätzliche Funktionen wie Animationen, Streaming-Audio, Unterstützung verschiedener Schriftarten, bidirektionale Audio- und Videokommunikation und lokalen Speicher erweitert wurde. Zudem hat Flash die Videorevolution im Netz möglich gemacht, so Lynch.
Aktuell steht die Entwicklung von Flash vor einem weiteren wichtigen Schritt, denn mit dem kommenden Flash Player 10.1 forciert Adobe die hardwarebeschleunigte Videowiedergabe. In Kooperation mit diversen Geräteherstellern will Adobe Flash so auf mobile Geräte wie Smartphones bringen.
Dabei sind viele große Smartphonehersteller mit von der Partie, so dass Flash künftig auf Geräten mit Android ebenso laufen wird wie auf RIMs Blackberrys, dem Palm Pre und Geräten von Nokia. Apple beteiligt sich nicht an dem von Adobe dazu gegründeten Open Screen Projekt.
Flash-Applikationen sollen mit Flash Professional CS5, da derzeit in der Betaphase ist, auf Umwegen auf das iPhone gelangen: Dabei werden die Flash-Anwendungen in iPhone-Applikationen umgewandelt. Dieser Ansatz wird auch auf dem iPad unterstützt.
Adobe sei bereit, Flash auf das iPhone und iPad zu portieren, nur erlaube Apple dies bislang nicht und verweigere Adobe die dafür notwendige Unterstützung, so Lynch in einem Blog-Eintrag.
Wäre HTML in der Lage, verlässlich zu das zu leisten, wofür Flash heute eingesetzt wird, "würde uns das viel Arbeit ersparen, doch das wird wohl nicht passieren", so Lynch. Nicht einmal bei den HTML-Video-Implementierungen sei es gelungen, sich auf ein Format zu einigen, das alle Browser unterstützen. Mit HTML würden Nutzer und Autoren zurückgeworfen in dunkle Zeiten, in denen Videos im Web vor allem inkompatibel waren.
Zudem erlaube die Flash-Plattform kurze Innovationzyklen: Es sei möglich, die Mehrheit der Webclients innerhalb eines Jahres auf einen aktuellen Stand zu bringen und Innovationen breit verfügbar zu machen. HTML sei über alle Browser hinweg deutlich träger.
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Bis zu Jobs' Statement zu Adobe und Flash habe ich eigentlich nie über Flash und seine...
flash war ja auch sicher total für videoswiedergabe entwickelt worden und genau das war...
also ich weiß ja nicht... flash. okay. so richtig gemocht haben es immer wenige...
naja, das viele apps kostenlos sind ist doch klar. sonst würden die meisten sich doch...