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France-Télécom-Chef tritt nach Selbstmordwelle ab

Lombard räumt in Interview mit Le Figaro Fehler ein

Nach einer Selbstmordwelle in den letzten zwei Jahren wird der Chef der France Télécom nun früher als geplant zurücktreten. 32 Beschäftigte sollen sich in den vergangenen zwei Jahren das Leben genommen haben. Viele hatten über großen Stress im Job geklagt.

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France-Télécom-Chef tritt nach Selbstmordwelle ab

Der Chef der France Télécom tritt frühzeitig zurück. Didier Lombard (67), der Vorstandsvorsitzende und Aufsichtsratschef des Festnetz- und Mobilfunkbetreibers, legt im März 2010 den Chefposten nieder. Das gab das Unternehmen bekannt. Nachfolger wird sein Stellvertreter Stéphane Richard, der erst seit vergangenen Herbst im Unternehmen ist. Bislang war geplant, dass Lombard erst im Juni 2011 die Führung des Konzernvorstands aufgibt.

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Der Konzern France Télécom beschäftigt 186.000 Menschen. 32 Mitarbeiter der France Télécom haben sich in den letzten zwei Jahren das Leben genommen, davon hinterließen viele Abschiedsbriefe, in denen sie Druck am Arbeitsplatz als Grund für die Selbsttötung angaben, so die Branchengewerkschaft Solidaire Unitaire Démocratique SUD/PTT. Dazu kamen oft schwere persönliche Probleme. In dem Konzern wurden in den vergangenen Jahren rund 22.000 Arbeitsplätze zumeist über Vorruhestandsregelungen abgebaut. Viele Beschäftigte wurden in andere Städte versetzt, bekamen neue Vorgesetzte oder mussten mit komplizierter neuer Technik umgehen lernen.

Der französischen Tageszeitung Le Figaro gegenüber hat Lombard bestimmte Fehler eingeräumt: "Was die dramatischen Ereignisse der vergangenen Monate angeht, hätte ich gewiss früher handeln sollen. Im Sommer hatte ich jeden Tag eine Krisensitzung zu dem Thema. Wir haben das Problem mit beiden Händen angepackt. Aber gewiss hätten wir schon ab August die Maßnahmen ergreifen sollen, die wir dann im Oktober umgesetzt haben."

In diesen sehr schwierigen menschlichen Fragen sei es schwer, die Dinge gründlich zu evaluieren. Lombard sei laut eigenem Bekunden oft vor Ort gewesen und habe glückliche und weniger glückliche Angestellte getroffen, die der France Télécom aber immer noch sehr verbunden waren, die wie eine große Familie sei. "Diese sehr emotionale Beziehung zum Unternehmen erklärt zum Teil die Dramen, die wir erlebt haben", sagte er. [von Achim Sawall und Meike Dülffer]



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lalalalalala 02. Feb 2010

Hier mal kurz aus Wikipedia http://en.wikipedia.org/wiki...

lalalalalala 02. Feb 2010

Ich meine gelesen zu haben, dass die Selbstmordrate unter der Belegschaft weder im Fall...

nargh 02. Feb 2010

Achwas, schau Dir an wohin uns die ganzen "Vernünftigen" gebracht haben - es gilt...


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