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Britische Datenschützer prüfen Internet Eyes

Bilder von Überwachungskameras nicht zur Unterhaltung bereitstellen. Britische Datenschützer überprüfen das umstrittene Internetangebot Internet Eyes. Sie halten es für unangemessen, dass Privatleute die Bilder von Überwachungskameras überwachen. Die Bedenken könnten das Aus für Internet Eyes bedeuten.
/ Werner Pluta
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Die britischen Datenschutzbehörde, das Information Commissioner's Office (ICO), hat das Angebot Internet Eyes gestoppt, berichtet die BBC(öffnet im neuen Fenster). Die Behörde bezweifelt, dass das Überwachungsangebot mit britischem Recht vereinbar ist.

Überwachung als Freizeitbeschäftigung...

Internet Eyes bietet Nutzern die Möglichkeit, sich als Freizeitdetektive zu betätigen. Wer sich registriert, bekommt Zugang zu den Livebildern von Überwachungskameras in der Kleinstadt Stratford-upon-Avon. Nutzer können die Bilder verfolgen und melden, wenn sie etwas Verdächtiges entdecken. Handelt es sich um eine kriminelle Handlung, bekommen sie Punkte. Wer die meisten Punkte gesammelt hat, dem winkt eine Belohnung in Höhe von bis zu 1.000 britischen Pfund.

Ende 2009 war das Angebot in einer Betaversion gestartet. In den Vollbetrieb wird es aber möglicherweise nicht gehen. Überwachungskameras seien dazu da, Straftaten aufzuklären oder verhindern. Die Betreiber sollten aber keine Amateure, sondern nur ausgebildetes Personal zur Auswertung einsetzen, begründete Jonathan Bamford, stellvertrender ICO-Leiter, gegenüber dem britischen Nachrichtenangebot Register(öffnet im neuen Fenster) die Bedenken der Behörde.

... ist unangemessen

Zeigten die Kameras etwas Verdächtiges, sollten sie, so Bramford, Strafverfolgern zugänglich gemacht werden, damit diese ermitteln können. Es sei keinesfalls angemessen, "die Bilder von identifizierbaren Personen zu Unterhaltungszwecken offenzulegen oder sie über das Internet zugänglich zu machen."

Internet Eyes selbst behauptet, das Angebot stehe im Einklang mit den Datenschutzgesetzen. Gründer Tony Morgan bestritt im Dezember 2009 in der BBC, dass es sich dabei um ein Spiel handele. Zu dem Zeitpunkt hatten sich über 13.000 Nutzer registriert.


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