Kontroverse um ePub-Format und DRM auf dem iPad
Der deutsche Buchhandel hat das iPad und den geplanten iBook-Store von Apple begrüßt und zugleich indirekt Kritik angemeldet. "Wir freuen uns, dass mit dem iPad von Apple nun ein weiteres Gerät auf dem Markt ist, das das mobile Lesen von E-Books attraktiv macht" , erklärt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Es sei positiv, dass sich der US-Konzern für das Standardformat ePub entschieden habe. Apple-Chef Steve Jobs sagte in seiner Keynote am 27. Januar 2010: "Wir nutzen das ePub-Format." Der iBook-Store wird in den USA zum Launch des iPad – wahrscheinlich ab Ende März 2010 – verfügbar sein.
Auch eine digitale Bibliothek müsse für den Nutzer dauerhaft und geräteunabhängig zur Verfügung stehen, forderte der Börsenverein. Mit der Unterstützung von ePub ist noch keine geräteunabhängige Verfügbarkeit der E-Books gesichert. Für das offene ePub-Format der Verlage sind keine Kopierschutzstandards festgelegt . Und so zeigen ePub-fähige E-Book-Reader auch nicht jedes gekaufte ePub-Buch an. Der Börsenverein betonte deshalb, dass keine künstlichen Barrieren durch geschlossene Shopsysteme geschaffen werden sollten.
Adrian Ludwig kritisiert im Firmenblog von Adobe(öffnet im neuen Fenster) : "Im Gegensatz zu vielen anderen E-Book-Readern, die das ePub-Format unterstützen, werden die Verbraucher nicht in der Lage sein, ePub-Inhalte mit Apple-DRM-Technologie auf Geräten anderer Hersteller zu verwenden." Ebensowenig ist es jedoch möglich, mit Adobes-ePub-DRM geschützte Bücher auf allen ePub-fähigen Lesegeräten anzuzeigen, was das generelle Problem des Formats unterstreicht.
Die Free Software Foundation hat bei der Produktpräsentation des iPad in den USA gegen die "unkontrollierbare Ausweitung der Verwendung von DRM" in dem Tabletrechner protestiert(öffnet im neuen Fenster) .
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