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Spieletest: Dark Void - Aliens im Bermudadreieck

Actionspiel von Capcom lässt Spieler am Boden und in der Luft attackieren. Schlechter hätte der Tag für Pilot Will kaum laufen können: Erst bekommt er die Mitteilung, dass er seine Traumfrau und eine gefährliche Ladung in seinem Flieger transportieren soll, dann stürzt er im Bermudadreieck ab. Am Boden muss er feststellen, dass er in einem Paralleluniversum voller Aliens gelandet ist.
/ Thorsten Wiesner
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Die Handlung von Dark Void versucht gar nicht erst, mit Logik und Tiefgang zu überzeugen, sondern setzt auf einen Mix aus Science-Fiction und Soapopera: Zwar spielt der Titel zeitlich in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts, allerdings in einer Parallelwelt, in der Aliens gelandet sind und von ihrem Versteck im Dschungel aus versuchen, die Menschheit zu unterjochen. Dazu kommt eine kleine Liebesgeschichte – und schon ist Pilot Will überzeugt, dass er die Erde retten muss.

Dark Void - Trailer
Dark Void - Trailer (01:05)

Glücklicherweise ist er dabei nicht nur auf seine Fäuste angewiesen – schon kurz nach Spielbeginn erobert er die erste Schusswaffe, die er im Kampf gegen die Außerirdischen auch dringend benötigt. In einem Szenario, das optisch teils an Halo erinnert, gilt es dann, sich beständig neue Deckungsmöglichkeiten zu suchen, von dort aus die Kontrahenten unter Beschuss zu nehmen und nach und nach neue Waffen, mehr Munition und diverse Upgrades für die Schießprügel zu erlangen.

Um Dark Void etwas abwechslungsreicher zu gestalten, setzt die Action auf zwei zusätzliche Elemente. Einerseits wird oft in der Vertikalen gekämpft: Will muss immer wieder in Canyons von Holzbrücke zu Holzbrücke springen, an Felsvorsprüngen entlangkraxeln oder an Klippen balancieren – darf dabei aber nie aufhören, auf die Aliens zu schießen. Zudem bekommt er den von einem gewieften Erfinder entwickelten Raketenrucksack: Per Knopfdruck lässt sich so in die Lüfte steigen, je nach Spielsituation Schub geben oder bremsen, und dann von luftiger Position aus weiterballern.

Was in den ersten Minuten durchaus unterhaltsam ist, wird schon bald zum Ärgernis – vor allem da den Entwicklern offensichtlich schnell die Ideen ausgegangen sind. Die Levels sind immer gleich gestaltet, die Kletter-, Flug- und Laufpassagen ähneln sich. Der lineare Ablauf lässt kaum Raum für eigene Taktiken, von künstlicher Intelligenz kann kaum die Rede sein. Die Kontrahenten stürzen sich immer blindlings auf den Spieler oder laufen – etwa wenn Will einen Geschützturm besetzt – auch mal freiwillig und geschlossen in ihr Verderben.

Auch technisch bleibt Dark Void weit hinter aktuellen Möglichkeiten zurück. Zwar prangt das Unreal-Engine-Logo auf der Packung – aber Detailgrad, Animationen und Levelgestaltung sind bestenfalls Mittelmaß. Einzig die englische Sprachausgabe weiß zu gefallen, kann die flache Geschichte aber kaum retten.

Dark Void ist für Playstation 3, Xbox 360 und Windows-PC erhältlich und kostet 50 (Konsolen) beziehungsweise 40 Euro (PC). Das Spiel hat eine USK-Einstufung ab 16 Jahren erhalten.

Fazit

Aus der Story und dem Mix aus Boden- und Luftkämpfen hätten die Entwickler durchaus ein interessantes Spiel machen können – nur scheint ihnen leider Motivation und Ideenreichtum gefehlt zu haben. Dark Void bietet uninspirierte Action, die zudem noch mittelmäßig präsentiert wird. Da fällt es schwer, überhaupt ein gutes Wort für Bruchpilot Will zu finden.


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