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ISP beklagen DDoS-Angriffe und IP-Adressmangel

Konzertierte Angriffe und Sicherheitsprobleme bei IPv6 belasten das Internet

Angriffe aus Clouds und der Einsatz neuer unzureichend erprobter Internettechniken sind die größten Sorgen der Netzwerkgesellschaften im kommenden Jahr. Vor allem die Kombination aus IPv4-Adressmangel sowie die Migration zu IPv6, DNSSEC und 4-Byte-ASN plagt die befragten Serviceprovider.

Zu den aktuellen Problemen, die gegenwärtig die meisten Ressourcen bei den Serviceprovidern in Anspruch nehmen, gehört an erster Stelle die Bekämpfung von Spam-E-Mails. Den zweiten Rang belegt die Abwehr von Port-Scanning, Würmern und Bots. Das geht aus dem jährlichen Bericht zur Netzwerksicherheit des Unternehmens Arbor Networks hervor.

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DDoS-Angriffe belegen den dritten Platz, während Peer-to-Peer (P2P) relevante Aktivitäten, etwa Anfragen durch Strafverfolgungsbehörden, auf Rang vier folgen. Zu den weniger wichtigen Ressourcenfressern gehören das Einpflegen von Sicherheitspatches, die Kundenbetreuung in Sicherheitsfragen und das Antworten auf Vorladungen durch Strafverfolgungsbehörden.

Problem IPv6

Die Umstrukturierung auf IPv6, die den drohenden IP-Adressmangel durch die gegenwärtig eingesetzte IPv4-Technik beheben soll, bereite den Netzwerkgesellschaften (Internet Service Provider, ISP) großes Kopfzerbrechen. Inzwischen ist die verfügbare Anzahl weiterer IP-Adressen auf unter 10 Prozent gesunken. Zwar wird es noch einige Jahre dauern, bis der Engpass auch für private Internetnutzer akut wird. Allerdings wird inzwischen die Vergabe größerer Adressblöcke zum Problem.

Zugleich geht die Umstellung auf IPv6 nur schleppend voran. Die Mehrheit der befragten ISP hat vor allem Bedenken hinsichtlich möglicher Sicherheitslücken in der IPv6-Technik. Wie schon in den vergangenen Jahren beschwerten sich ISP über mangelnde IPv6-Sicherheitsfunktionen in Routern, Firewalls und anderer kritischer Netzwerkinfrastruktur. Andere Befragte befürchteten, dass eine mangelnde Erprobung des IPv6-Protokolls zu internetweiten Sicherheitslücken führen könnte.

Gleichzeitig beklagen die ISP einen zunehmenden Mangel an qualifizierten Fachkräften, die diese Probleme angehen können. Probleme gebe es auch angesichts der mangelnden unternehmensinternen und der externen Kommunikation über die neuen Verfahren. Dabei spielen unklare betriebliche Verantwortlichkeiten, ein Mangel an klar definierten Richtlinien sowie fehlendes Verständnis und mangelnde Verpflichtung in den Führungsebenen eine große Rolle. Das Resultat sei eine schleppende Umstellung und halbherzige Umsetzung betrieblicher Sicherheitsstandards.

DDoS-Angriffe weiter größte Gefahr

In den letzten sechs Jahren haben Serviceprovider eine jährliche Verdoppelung von DDoS-Attacken erlebt. Lediglich im Jahr 2009 verringerte sich der Zuwachs auf etwa 22 Prozent. Die Verfasser des Berichts gehen davon aus, dass die Verringerung auf die physischen Grenzen des Internets und die Verlagerung auf andere effizientere Angriffsmethoden zurückzuführen ist.

ISP beklagen DDoS-Angriffe und IP-Adressmangel 

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Kloodin 27. Jan 2010

"Wir brauchen Deep-Paket-Inspection, damit sie auch Youtube in voller, vom Spam...

jt (Golem.de) 27. Jan 2010

Das ist in der Tat missverständlich. Danke für den Hinweis, ist korrigiert.



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