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ISP beklagen DDoS-Angriffe und IP-Adressmangel

Zu den gefürchtetsten zu erwartenden Angriffen in den kommenden zwölf Monaten zählen die Befragten in erster Linie DDoS-Angriffe. An zweiter Stelle der Gefahren rangieren Botnets, direkt dahinter der Identitäts- und Zugangsdiebstahl. Das DNS-Cache-Poisoning, das in den Jahren zuvor eine große Rolle spielte, fiel als Bedrohung auf Rang vier ab, dicht gefolgt von BGP-Route-Hijacking sowie Systemkompromittierung und Wurmattacken.

Umfang und Effektivität

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Bei der Größe der Angriffe bemerkten die Befragten einen Rückgang: Nur 19 Prozent vermeldeten einen Angriff im Bereich zwischen 1 und 4 GBit/s, das entspricht einem Rückgang von 11 Prozent im Vergleich zum Zeitraum des Vorjahres. Allerdings steigerten sich die Angriffe im Bereich zwischen 4 bis 10 GBit/s, so dass ein Gesamtzuwachs im Bereich über 1 GBit/s zu verzeichnen war. Dennoch liegen die meisten Angriffe im Bereich unter 100 MBit/s. Ein geringer Zuwachs wurde in dem Bereich über 10 GBit/s gemeldet, wobei ein europäischer Netzbetreiber laut eigenen Angaben einen Angriff bei 49 GBit/s erlebte. Zuvor lagen die umfangreichsten Angriffe bei 24 und 40 GBit/s.

Der Zuwachs der DDoS-Angriffe in den letzten zwölf Monaten war geringer als in den Jahren davor. Die Verfasser des Berichts führen diesen Rückgang unter anderem auf die limitierte Bandbreite der Backbones, die Effektivität von Attacken in kleinerem Rahmen und eine bessere Verwaltung der Bot-Ressourcen zurück, etwa die Verwendung von pulsierenden Attacken und ein Umschwung auf Angriffe auf Applikationsebene.

Mehr als die Hälfte der befragten ISP berichteten über einen Angriffszuwachs im Gigabitbereich auf der Serviceebene, die explizit dort Schwächen ausnutzen, etwa verwundbare und teure Backend-Abfragen und Engpässe in rechenintensiven Ressourcen. Einige ISP meldeten mehrstündige Ausfälle wichtiger Internetdienste, die auf Angriffe auf Applikationsebene zurückzuführen seien. Die Angriffspunkte seien die DNS-Infrastruktur, Load-Balancer und großflächige Angriffe auf SQL-Dienste.

Teilgenommen an der Umfrage haben laut Arbor Networks 123 Unternehmen aus Nordamerika (43 Prozent), Europa (28 Prozent), Asien und dem Pazifikraum (12 Prozent), Australien (8 Prozent), Latein- und Südamerika (7 Prozent) sowie Afrika (2 Prozent). Davon bezeichneten sich etwa 7 Prozent als Tier-1-Netzwerke, über 30 Prozent zählten sich zu den Tier-2-, -3- sowie regionalen Netzwerken. Zu den verbleibenden Organisationen zählen ASPs und drahtlose Netzprovider sowie DNS-Top-Level-Domains, Contentprovider und Hostingnetzwerke.

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Kloodin 27. Jan 2010

"Wir brauchen Deep-Paket-Inspection, damit sie auch Youtube in voller, vom Spam...

jt (Golem.de) 27. Jan 2010

Das ist in der Tat missverständlich. Danke für den Hinweis, ist korrigiert.


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