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Union fordert Jugendsperre in digitalen TV-Geräten

Codierung mit Alterskennzeichnung soll in den elektronischen Programmführer. Die Jugendexperten der Union fordern eine Kindersperre in elektronischen Programmführern. Flags sollen verhindern, dass Festplattenrekorder jugendgefährdende Inhalte aus dem Spätprogramm zeitversetzt zugänglich machen.
/ Achim Sawall
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Die AG Jugend der CDU/CSU-Bundestagsfraktion fordert eine Jugendsperre für digitale TV-Geräte. Hersteller von Zusatzgeräten wie Festplattenrekordern, Satellitenreceivern oder DVB-T-Receivern sollen eine automatische Verschlüsselung in ihre Geräte einbauen. Diese soll Eltern per Knopfdruck ermöglichen, nur bestimmte Sendungen zuzulassen, berichtet die Rheinische Post(öffnet im neuen Fenster).

"Wir wollen eine Codierung in den Programminformationen elektronischer Programmführer, die Alterskennzeichnungen für Geräte lesbar macht", heißt es in einer Erklärung der Unions AG anlässlich der Anhörung zur Änderung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages am morgigen 27. Januar 2010. Bei Sat-Receivern lassen sich schon seit längerem komplette TV-Kanäle sperren, die damit nur gegen PIN zugänglich werden.

Jugendgefährdende Inhalte sollen erst nach Eingabe eines PIN-Codes abgespielt werden können, vergleichbar mit den Jugendschutzsystemen von Spielekonsolen. Verfasst haben die Erklärung die Jugendexpertin der Union Dorothee Bär (CSU) und der Jugendschutz-Berichterstatter Thomas Jarzombek (CDU). Seit langer Zeit finde der Jugendschutz nur über Sendezeiten statt, erklären Bär und Jarzombek. Doch Festplattenvideorekorder hebelten diese Sicherung aus, weil die Programme zeitunabhängig abrufbar würden.

Zudem sei eine baldige pragmatische Lösung bei der staatlichen Anerkennung von Internet-Jugendschutzprogrammen gefragt, so die Jugendschützer. Denn obwohl seit sieben Jahren die Möglichkeit bestehe, diese Webfilter staatlich anerkennen zu lassen, habe kein einziges Programm bislang die Ansprüche der zuständigen Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten (KJM) erfüllen können. Daher sei eine pragmatische Lösung gefragt, indem neben der bestehenden Anerkennung in der A-Kategorie mit sehr hohem Schutz eine B-Kategorie eingeführt werde. Diese soll nur ein Schutzniveau von 90 bis 95 Prozent bieten und zugleich die Eltern deutlich darüber informieren, dass Filterprogramme ihren kritischen Blick nicht ersetzen können.


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