Erster Eee PC mit 12-Zoll-Display und AMD-Prozessor

Der Eee PC 1201T steckt im selben Chassis wie das mit Dual-Core-Atom 330 und Ion-Chipsatz versehene Modell 1201N , das inzwischen unter anderem T-Mobile in Deutschland anbietet(öffnet im neuen Fenster) . Der 1201N hat eine Preisempfehlung von 449 Euro, T-Mobile bietet ihn bereits für 429 Euro an. Für das Modell 1201T sieht Asus einen Preis von 399 Euro vor, den die Händler wie üblich bald unterbieten werden.
Das neue Gerät, das Asus ausdrücklich als "Netbook" bezeichnet, wird von AMDs Neo MV-40 mit 1,6 GHz angetrieben, den Golem.de in ähnlicher Konfiguration in einem HP-Netbook bereits testen konnte . Er ist 20 bis 30 Prozent schneller als die Atoms N270/280, aber nicht ganz so sparsam. Dafür hat Asus den Prozessor aber mit AMDs Chipsatz 780MN gekoppelt, der im Gegensatz zu Intels aktuellen Lösungen auch einen HDMI-Port bietet. Sonst beherrscht das bisher nur Nvidias Ion.
Neben HDMI ist auch ein VGA-Port verbaut, die Grafik steckt im Chipsatz und wird von AMD auch als Radeon 3200 bezeichnet. Sie ist gerade eben schnell genug, um mit passender Software wie PowerDVD Blu-ray-Codecs mit geringer CPU-Last abzuarbeiten. Zwar beherrscht der Grafikkern DirectX-10, seine 40 Shadereinheiten reichen aber nur für ältere Spiele bei reduzierten Details.
Das Display des 1201T misst 12,1 Zoll in der Diagonale und zeigt 1.366 x 768 Pixel. Das reicht im Gegensatz zu den verbreiteten 1.024 x 600 Pixeln bei 10-Zoll-Netbooks für die meisten Webseiten ohne allzu viel Scrollen. Der Bildschirm spiegelt jedoch.
Asus installiert nicht die Windows-Version Home Starter, die es für Netbooks mit reduzierter Ausstattung von Microsoft zum Sonderpreis gibt, sondern Home Premium. Daher kann der Netbook-Hersteller bei der Hardware etwas zulegen: 2 GByte DDR2-Speicher und eine Festplatte mit 250 GByte Größe sind geboten. Ein optisches Laufwerk besitzt der Eee PC 1201T nicht.
Der Ethernetport arbeitet mit maximal 100 MBit/s, das WLAN aber nach 802.11b/g/n mit bis zu 300 MBit/s. Erweitert werden kann das Gerät über drei USB-2.0-Ports. Die Tastatur ist im modernen "Chiclet-Design" gehalten, die Tasten sind also fast völlig flach und leicht voneinander abgesetzt.
Da der Neo MV-40 nicht zu den sparsamsten Netbook-Prozessoren gehört, liefert Asus einen 6-Zellen-Akku mit 40 Wattstunden mit, der bis zu 6 Stunden durchhalten soll. Erfahrungsgemäß halbiert sich diese Angabe, wenn CPU und Grafik dauerhaft viel zu tun haben – etwa beim Betrachten von HD-Videos. Der Akku und das Display bedingen eine Größe von 29,6 x 20,8 x 2,7 Zentimetern, das keilförmige Gerät wird hinten bis zu 3,3 Zentimeter dick. Das Gewicht gibt Asus mit 1.380 Gramm an. In Deutschland wird der Rechner in den Farben Schwarz oder Silber angeboten, andere Varianten wie Rot gibt es bisher nur in den internationalen Versionen.