E-Plus-Tarife werden nicht mehr vermarktet
E-Plus-Tarife werden aktuell nicht mehr vermarktet. Das sagte E-Plus-Sprecher Klaus Schulze Golem.de. Die Tarife Zehnsation, Time & More, Zehnsation Prepaid und Time & More Prepaid werden nicht weiter beworben. "Auch die Datentarife von E-Plus werden nicht mehr vermarktet", sagte Schulze.
Partnertarife wie den mit dem ADAC soll es aber weiterhin geben. Für die E-Plus-Bestandskunden ändere sich nichts, eine breit angelegte Migrationskampagne zu Base sei nicht geplant. "Solange sie mit ihrem Tarif weitertelefonieren wollen, können sie das auch", versicherte er. E-Plus setzt künftig voll auf seine Discountmarke Base: Ab 1. Februar 2010 will E-Plus eine neue Tarifstruktur für diese Marke offensiv bewerben.
Reizthema Netzausbau
Im Jahr 2010 seien "anhaltend starke Investitionen in den weiteren Netzausbau" vorgesehen, erklärte E-Plus bei der Bekanntgabe seiner Quartalszahlen am heutigen 26. Januar 2010. Schulze verwahrte sich gegen die anhaltenden Vorwürfe in den Medien, E-Plus investiere kaum in den Netzausbau. "Das ist etwas, das mich ärgert", sagte er. E-Plus stecke alljährlich einen dreistelligen Millionenbetrag in den Netzausbau. Aussagekräftige Zahlen dazu werden jedoch nicht veröffentlicht.
"Es stimmt nicht, dass E-Plus beim Netz spart", verteidigt Schulze das Unternehmen. E-Plus beteilige sich aber nicht an dem Spiel "Wer hat das schnellste Netz". Der Konzern investiere in das, was die Kunden wirklich brauchten. So habe E-Plus Ende 2008 angekündigt, 90 Prozent der Bevölkerung mit EDGE zu versorgen. Die mobile Datennutzung werde gerade erst zu einem Massenmarktthema. Der angekündigte HSDPA-Ausbau mit ZTE soll der Netzaufrüstung "eine zusätzliche Dynamik verleihen", sagte er. E-Plus konzentriere sich jetzt auf die Einführung und Investitionen in den HSDPA-Ausbau und die -Optimierungen.
Netzbetreiber bewirbt sich um LTE-Frequenz
E-Plus ist eines der sechs Unternehmen, das sich um eine Lizenz für Mobilfunk der vierten Generation bei der Bundesnetzagentur bewirbt. Die Firma habe Bietrechte für die Versteigerung beantragt, gab E-Plus bekannt.
Im vierten Quartal 2009 erlitt E-Plus einen Umsatzrückgang um 2,9 Prozent auf 791 Millionen Euro. Das EBITDA legte jedoch um 4,4 Prozent auf 331 Millionen Euro zu. Angaben zum Gewinn macht E-Plus nicht. Der durchschnittliche monatliche Umsatz je Kunde (ARPU) sank im vierten Quartal um 13 Prozent auf 13 Euro. Der Umsatz mit Datendiensten stieg um 30 Prozent. Ende 2009 hatte E-Plus fast 19 Millionen Kunden. Ende September 2009 waren es 18,7 Millionen.
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