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Microsoft restrukturiert Unterhaltungs- und Gerätesparte

Neuorganisation belebt Gerüchte über ein Zune-Mobiltelefon. Wichtige Bereiche der Abteilung Entertainment und Devices hat Microsoft neu geordnet – und dabei insbesondere die Zuständigkeit für Zune frisch sortiert. Das führt prompt zu Gerüchten: Dienen die Restrukturierungen der Vorbereitung auf ein eigenes Microsoft-Handy?
/ Peter Steinlechner
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Microsoft hat die Zuständigkeiten seiner Sparte "Entertainment and Devices" neu sortiert. Ab sofort ist die von Don Mattrick geführte Unterabteilung Interactive Entertainment Business auch für das Music Center und für Software und Service von Zune zuständig. Unter der Marke führt Microsoft sowohl ein Musikabspielgerät als auch einen Spielfilmkanal in Xbox Live. Nach wie vor betreut Interactive Entertainment Business die Geschäftsfelder Xbox, Games for Windows sowie die Microsoft Game Studios.

Bislang war für die jetzt neu verteilten Bereiche der Manager Enrique Rodriguez mit seiner Gruppe TV, Video und Media zuständig – er verlässt das Unternehmen. Für die IPTV-Plattform Mediaroom ist künftig eine eigene Gruppe innerhalb von Entertainment und Devices zuständig, die direkt an deren Chef Robbie Bach berichtet.

Die Restrukturierung führt bei US-Analysten zu einer Reihe von Mutmaßungen. So wird spekuliert, dass Microsoft demnächst auch die interne Zuständigkeit für Windows Mobile neu vergibt. Weitergehende Gerüchte lauten sogar, dass sich das Unternehmen deshalb neu ordnet, weil es auf dem Mobile World Congress(öffnet im neuen Fenster) – der Mitte Februar 2010 in Barcelona stattfindet – ein eigenes Handy auf Basis der Marke Zune vorstellen wird. Sogar Spekulationen um "Pink" leben neu auf: Dabei handelt es sich um ein nie öffentlich vorgestelltes Projekt eines auf Jugendliche und junge Erwachsene abzielenden Mobiltelefons.

Es erscheint allerdings wenig wahrscheinlich, dass Microsoft selbst ein Mobiltelefon vermarktet und das Risiko eingeht, es sich mit den Lizenznehmern von Windows Mobile zu verderben. Manche Smartphone-Hersteller könnten dies zum Anlass nehmen, künftig keine Smartphones auf Basis von Windows Mobile mehr zu entwickeln, so dass Microsoft Einnahmen verlieren würde. Denn die Hersteller von Windows-Mobile-Smartphones zahlen Lizenzgebühren an Microsoft, um das Smartphone-Betriebssytem zu verwenden.

Seit über einem Jahr hält sich das Gerücht, dass Microsoft ein eigenes Mobiltelefon auf den Markt bringt. Bislang gibt es dafür keine Bestätigung.


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