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Mass Effect 2: Impressionen aus der Testversion

Weltraumepos mit einigen Veränderungen gegenüber Teil 1. Commander Shepard ist quietschgesund – kein Wunder, denn in Mass Effect 2 muss er erneut Heldentaten vollbringen. Golem.de ist derzeit in der Testversion des Rollenspiels von Bioware unterwegs und meldet erste Impressionen von der galaktischen Front.
/ Peter Steinlechner
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Am 28. Januar 2010 erfahren Spieler von Mass Effect, wie es in der als Trilogie angelegten Reihe weitergeht: Dann erscheint Mass Effect 2 für Windows-PC und Xbox 360. In der Testversion, die Redakteure von Golem.de seit einigen Tagen fast rund um die Uhr spielen, zeigen sich einige Unterschiede zu Teil 1 – und sie fallen insgesamt positiv aus. Im Mittelpunkt der Handlung steht erneut die vom Spieler gesteuerte Figur des Commander Shepard, der dank eines simplen dramaturgischen Kniffs halbwegs glaubwürdig ganz anders aussehen kann als im Vorgänger und auch seine Fähigkeiten neu erlernen darf.

Das im Vorgänger teils nervtötend umständliche Ausrüsten der Gruppenmitglieder bereitet in Teil 2 überhaupt keine Probleme mehr. Wer sich auf eine Mission begibt, muss in den meisten Einsätzen nur zwei Teammitglieder auswählen, dann geht es schon los. Wer mag, hat zwar die Möglichkeit, sich selbst um die Bewaffnung und sonstige Details zu kümmern – aber das ist schlicht nicht sinnvoll, weil die Begleiter die optimalen Schießprügel bereits in der Hand halten.

In den Einsätzen fällt auf, dass es etwas mehr wie in typischen Shootern zugeht, insbesondere kommt es häufiger zu spannend inszenierten Schießereien. Die sind auch im mittleren Schwierigkeitsgrad gar nicht so einfach – jedenfalls, wenn der Spieler mit seinem Alter Ego nicht konsequent in Deckung hinter Geländern oder ähnlichen Objekten geht. Dann sind die Feuergefechte allerdings gut lösbar, zumal die KI-Kameraden sehr effektiv kämpfen.

Die Mischung aus Gesprächen und Action ist kurzweiliger gestrickt als zuletzt in Dragon Age: Origins – halbstundenlange Dialoge gibt es nicht. Dafür wiederholt Mass Effect 2 ein kleines Problem des Vorgängers. Die Antwortoptionen von Shepard verraten oft nicht, was der Commander tatsächlich sagen wird – das kann dann durchaus das Gegenteil dessen sein, was der Spieler eigentlich zur Unterhaltung beitragen wollte. Verschärft wird dieses Problem durch ein neues Feature: In einigen Zwischensequenzen blinkt eine symbolhaft dargestellte Maus für ein paar Sekunden auf. Wenn der Spieler dann klickt, macht Shepard etwas vollkommen Überraschendes – spannend, aber oft im Kontrast zu dem, wie der Rollenspieler am Bildschirm agieren möchte.

Grafisch legt Mass Effect 2 gegenüber dem Vorgänger deutlich zu. Gesichter sehen teils atemberaubend echt aus und sind klasse animiert. Auch die Beleuchtungseffekte des Programms, das auf der Unreal Engine 3 basiert, wirken meist glaubwürdiger als in Teil 1. Gelegentlich gibt es aber auch Aussetzer, und das ganze Bild wirkt wie vollständig in Farbe getaucht – besonders oft kommt es dazu aber nicht.

Die bislang angetesteten Einsätze sind spannend inszeniert: Es gibt so gut wie keinen Leerlauf, tatsächlich passiert ständig etwas Interessantes – die Entwickler von Bioware haben übrigens nicht wie stellenweise bei Dragon Age: Origins überlange Levels gebaut, sondern ihre Levels kompakt gehalten. Und das gilt auch für die Nebenmissionen, die deutlich mehr bieten als die teils sehr generisch wirkenden Abenteuer im Vorgänger.


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