Google-Gründer geben Stimmenmehrheit auf
Mit der langfristigen Veräußerung ihres Aktienkapitals will Google große Turbulenzen am Aktienmarkt vermeiden. Gleichzeitig wollen die beiden Google-Gründer damit die Möglichkeit erhalten, ihre eigenen Aktienportfolios zu diversifizieren. Entsprechende Vereinbarungen zwischen Brin und Page sowie Google wurden im November 2009 unterzeichnet. Der Verkauf soll innerhalb von fünf Jahren erfolgen.
Bei dem Börsengang der Firma 2004 wurden Aktien der Klasse A mit jeweils einem Stimmrecht an die Öffentlichkeit verkauft. Klasse-B-Aktien, die an Brin, Page, CEO Eric Schmidt, einige Google-Mitarbeiter und Investoren der ersten Stunde ausgegeben wurden, erlauben hingegen zehn Stimmen pro Aktie.
Gegenwärtig besitzen Brin und Page 57,7 Millionen Aktien(öffnet im neuen Fenster) der Klasse B, das entspricht etwa 18 Prozent des Aktienkapitals und mit etwa 59 Prozent der Stimmenmehrheit. Beide wollen sich von jeweils etwa 5 Millionen Aktien trennen. Damit fällt ihr Anteil an dem Aktienkapital auf etwa 15 Prozent und der Stimmanteil auf etwa 48 Prozent.
Allerdings behält CEO Schmidt seinen Stimmanteil von 9,5 Prozent. Zusammen mit den Gründern bliebe den Entscheidungsträgern des Konzerns weiterhin die Stimmmehrheit. Zusammen mit den Stimmanteilen der ebenfalls im Besitz von Klasse-B-Aktien befindlichen Mitarbeiter steigt die Stimmmehrheit laut Google(öffnet im neuen Fenster) auf 70,9 Prozent.