Yahoo unterstützt Google - und bekommt selbst Probleme

Chinesisches Internetunternehmen Alibaba bezeichnet Yahoo als rücksichtslos

Yahoos Unterstützung für Google kommt beim chinesischen Partner Alibaba nicht gut an. Allerdings hat es Yahoo in China ohnehin schwer: Sein Auftreten in dem asiatischen Land war nicht immer sehr geschickt.

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Yahoo hat in China nicht immer glücklich agiert: Mehrfach wurde das Unternehmen beschuldigt, mit den chinesischen Behörden kooperiert zu haben. So soll Yahoo der Polizei Zugang zu E-Mail-Konten gewährt haben, was in verschiedenen Fällen zur Verhaftung von Dissidenten geführt habe.

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Mehrfach musste sich das Unternehmen deswegen auch öffentlich verantworten, vor Gericht ebenso wie vor einem Ausschuss des US-Senats. Immerhin hat sich Yahoo zusammen mit anderen US-Unternehmen dazu verpflichtet, Behörden in autoritären Staaten nicht dabei zu unterstützen, Rede- und Meinungsfreiheit sowie den Schutz der Privatsphäre einzuschränken.

Yahoo scheint es ernst mit dieser Verpflichtung zu sein: Das Unternehmen unterstützt offen Google im aktuellen Streit mit der Regierung in Peking. Google hatte kürzlich bekanntgegeben, sich den Zensurvorgaben der chinesischen Regierung nicht mehr beugen zu wollen, auch wenn das bedeutet, dass Google in China nicht mehr aktiv sein kann. Yahoo sei im Einklang mit Googles Position und verurteile die Cyberattacken auf die Google-Systeme, erklärte das Unternehmen.

Probleme mit dem chinesischen Partner

In China kommt Yahoos Position nicht gut an, berichtet das US-Wirtschaftsmagazin Business Week: Yahoos Solidarität mit Google sei rücksichtslos, erklärte das chinesische Internetunternehmen Alibaba. Es könnte Yahoo damit in Schwierigkeiten bringen, denn Alibaba betreibt seit 2005 Yahoos Chinageschäft.

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Viel zu verlieren hat Yahoo allerdings nicht: Sein Anteil am Suchmarkt in China liegt bei unter fünf Prozent. Das hat auch damit zu tun, dass Alibaba in den letzten Jahren lieber in andere Angebote investiert hat. Yahoo indes scheint machtlos gegen diese Unternehmensstrategie, trotz einer knapp 40-prozentigen Beteiligung an Alibaba, die Yahoo 2005 erworben hat.

Nicht viele haben sich mit Google so solidarisch gezeigt wie Yahoo. Microsoft-Chef Steve Ballmer machte kurz nach Googles Ankündigung klar, sein Unternehmen werde auch weiterhin in China aktiv sein. "Und wir werden uns an die Gesetze halten." Microsoft hat - wie Google und Yahoo - den im Herbst 2008 verabschiedeten Verhaltenskodex ebenfalls akzeptiert.

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