Asus-Notebooks: Bambus, Bang & Olufsen und Tarnkappenrechner

Asus' NX90 ist derzeit einer von zwei existierenden Prototypen des Notebooks, das vom Bang-&-Olufsen-Designer David Lewis entworfen wurde. Dementsprechend viel Wert wurde auf die Optik und den Sound des Geräts gelegt. Besonders auffallend und vermutlich regelmäßige Putzattacken auslösend ist die stark spiegelnde Rückseite des ausgestellten Schmuckstücks. Wer dieses Notebook nicht mit Handschuhen anfasst, hinterlässt sofort einen Fingerabdruck.
Die Lautsprecher wurden beim NX90 neben dem Display positioniert und stehen im zugeklappten Zustand seitlich über. Sie besitzen laut Asus deutlich mehr Gehäusevolumen als bei anderen Notebooks. Zusätzlich sind die Lautsprecher mechanisch entkoppelt, sie sitzen in eigenen Gehäusen. Damit soll vermieden werden, dass sich Vibrationen der Festplatte auf den Klang auswirken.
Äußerlich fällt bei dem Notebook zudem auf, dass Asus das Touchpad nicht mehr auf der Handballenauflage positioniert. Stattdessen finden sich zwei Touchpads rechts und links neben der Tastatur. Sie waren schon beim Prototypen gleichzeitig nutzbar. Es wird interessant sein zu sehen, wie Asus das später mit Software umsetzt, um die beiden Eingabegeräte getrennt für verschiedene Funktionen nutzbar zu machen. Das Innenleben des NX90 steht bis auf sein 18,4-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung noch nicht fest und kann sich bis zur Vorstellung auf der Cebit 2010 noch ändern. Derzeit stecken ein Clarksfield-Kern , also Intels mobiler Core-i7-Quadcore, und eine Nvidia-GPU im Prototypen. USB 3.0 ist ebenfalls vorgesehen.
Luftausstoß
Wer lieber im Dunkeln spielt, für den könnte das G73JH interessant sein, ein 17-Zoll-Gamingnotebook von Asus, das dem Design des Tarnkappenbombers F-117(öffnet im neuen Fenster) von Lockheed nachempfunden wurde. Das fast komplett in Schwarz gehaltene Notebook bietet eine Tastaturbeleuchtung und ein neues Luftausstoßdesign. Kalte Luft wird vorne angesaugt und hinten an zwei recht großen Öffnungen wieder ausgestoßen, hinter denen auch zwei Lüfter sitzen. Damit soll sich die Clarksfield-CPU effizienter und leiser kühlen lassen als mit den bisher benutzten Führungen des Luftstroms. Allerdings wird das Notebook deswegen vor allem hinten dicker. Außerdem darf der Anwender den Rechner übertakten. Asus bietet eine zusätzliche Turbobooststufe an, ohne dass die Garantie verloren geht.
Als GPU ist AMDs Radeon HD 5870 vorgesehen, die ein Full-HD-Display ansteuern muss, also 1.920 x 1.080 Pixel. Eine Ausstattung mit zwei GPUs und zwei Festplatten ist möglich, welche Varianten letztendlich auf den Markt kommen werden, hat Asus noch nicht entschieden. Eine Variante mit einem Blu-ray-Laufwerk soll aber feststehen.
Asus macht Fortschritte bei der Bambusverarbeitung
Bei der Produktvorschau hat Asus auch Fortschritte bei der Verarbeitung von Bambus bei Notebooks gezeigt. Das U53 Bamboo ist ein 15-Zoll-Notebook und wird auf der Cebit ebenfalls ausgestellt. Laut Asus hat die Firma es jetzt geschafft, Bambus industriell in größeren Mengen zu verarbeiten. Beim Vorgänger Bamboo musste noch häufiger direkt Hand angelegt werden, um den Bambus als Werkstoff verarbeiten zu können, was die Fertigung kostenintensiv macht. Außerdem soll das U53 mit 20 Prozent weniger Kunststoff bei den Bambusbeschlägen auskommen als der Vorgänger.
Das Innenleben steht auch beim U53 noch nicht fest. Asus plant bisher, einen Core i5 in das Notebook einzusetzen. Dazu kommt eine Dual-Grafiklösung, die sich je nach Bedarf automatisch umschaltet, also von dem auf dem CPU-Package liegenden Grafikkern auf einen dedizierten Grafikkern und zurück. Zudem soll USB 3.0 im neuen Bambus-Notebook angeboten werden.