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JBoss-Gründer Fleury kritisiert MySQL-Rettungsaktion

Monty Widenius' Kampagne zur Rettung von MySQL als Schande bezeichnet. Der ehemalige JBoss-Chef Marc Fleury hält die gegenwärtige Kampagne von MySQL-Mitbegründer Monty Widenius zur Rettung der quelloffenen Datenbank für eine Schande. Sie schade Sun und dessen Mitarbeitern.
/ Jörg Thoma
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Dass Widenius mit seiner Kampagne solches Aufsehen erregen möchte, sei nicht zu verstehen, schreibt Fleury in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) . Das beeinflusse womöglich die EU-Kommission, die den Verkauf von Sun Microsystems, dem gegenwärtigen Besitzer der Rechte an der Datenbankapplikation, momentan prüft. Es schade nicht nur dem Ruf von Oracle, sondern könne langfristig auch die Zukunft von Open-Source-Software schädigen. Es könne dazu führen, dass Unternehmen die Übernahme von Open-Source-Projekten als zu riskant ansehen.

Fleury erklärte, Widenius solle sich damit abfinden, dass MySQL in den Besitz von Oracle übergeht. Als Gründer und früherer Besitzer der Datenbanksoftware habe er nun keinen Einfluss mehr auf das Projekt. Es stehe ihm aber dennoch frei, eine eigene Version abzuspalten, sagte Fleury in Bezug auf die von Widenius betreute Version MariaDB .

MySQL-Gründer Michael Widenius hatte eine Webkampagne(öffnet im neuen Fenster) gestartet, um weltweit Mitstreiter gegen die Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle in der aktuellen Form zu sammeln. Bisher haben 32.900 Menschen die Petition gezeichnet. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes prüft gegenwärtig, welche Konsequenzen die Übernahme des Marktführers bei Open-Source-Datenbanken durch das weltweit führende Unternehmen im Bereich proprietärer Datenbanken hat. Das Wall Street Journal hatte bereits berichtet , dass die EU-Kommission voraussichtlich kommende Woche die Übernahme von Sun durch Oracle durchwinken wird.


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